Critica Diabolis 187
Klappenbroschur
144 Seiten
14.- Euro
ISBN 978-3-89320-156-3
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Fritz Eckenga lässt sein Fenster geöffnet. Durchzug sorgt für frische Luft. Der Zeitgeist? Eine vorübergehende Erscheinung. Er hat keine Chance, zu lange durch die Bude zu spuken. Wenn er lästig fällt, fliegt er raus. Genauso wie die elektrischen Geräte, die die vorgeblich große Welt in die vier Wände übertragen. Ausschalten ist eine Möglichkeit. Das offene Fenster bietet eine Alternative. Eckenga lässt die Experten, die den Mittelschlichten immer die ganz komplizierten Sachen erklären, nicht zu nah an sich heran. Lieber macht er eigene Spazier- und Gedankengänge, beschreibt und bedichtet die Welt, wie sie sich ihm zur Verfügung oder in den Weg stellt.
Seine Geschichten schlendern über Westfälische Wochenmärkte, auf denen elegant frisierte Damen den Champignons auch nur vor die Köpfe schauen können. Sie klettern auf Tessiner Almwiesen, wo aus übel riechenden Ziegen duftende Lebensmittel extrahiert werden. Sie machen Rast in Parkanlagen, in denen hochbegabte Gören ihren dummen Müttern erläutern, warum Flamingos erst nach brutaler Beinamputation und anschließender Blutwäsche rosa werden.
Bei der Lektüre von Fritz Eckengas neuem Geschichten- und Gedichteband erfährt der Leser, was ein sterbender Opel-Kadett und ein erstickender Tintenfisch gemein haben, wie man in vier Gedichtzeilen die Deutsche Integrationsdebatte über den Haufen reimt und wann der Dativ im Ruhrgebiet kein Ausnahmefall ist. Da der Autor in der Deutschen Meisterstadt zuhause ist, gibt er kernkompetent Auskunft darüber, dass man bei der Farbkombination Schwarzgelb nicht Schauriges wie »Bundesregierung«, sondern Schönes wie »Borussia« assoziieren darf.

Pressestimmen

»Komische Kurzweil verspricht Eckengas neues Werk, und das hält es auch. Am stärksten aber sind die Gedichte, die Eckenga einstreut. Denn in diesen Zeilen zeigt sich Eckengas beste Komik – fast wie bei Robert Gernhardt.« (Westfälischer Stadtanzeiger)

»Es gibt heimleuchtende Texte zum Valentinstag, zur Weltwirtschaftskrise und zur Kulturhauptstadtsprache Ruhrisch. Eckenga schreibt eben über alles. Und manchmal auch über allem.« (Westdeutsche Allgemeine)

»Eckenga zeigte sich als Dichter, der mittlerweile einem Vergleich mit dem großen Robert Gernhardt standhält.« (Soester Anzeiger)

»Zwischen die genialen Tiraden schleichen sich Fritz Eckengas Gedichte, die die Fans besonders mögen. Süffig gereimt und in Stahl gehärtet.« (Borkener Zeitung)

»Was tun mit dem Kamerad Mitmensch, der arg von der Hirnschmelze bedroht ist? Eckenga gewährt in lakonischem Ton Verbrauccherschutz in den Problemzonen Glaube, Liebe, Hoffnung. Eckenga kann alles am Stift.« (Süddeutsche Zeitung)