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Wolfgang Pohrt – Werke in 11 Bänden. Editionsplan und Subskription


Über 40 Jahre hat Wolfgang Pohrt viele wichtigen Debatten in der linken, linksliberalen, bürgerlichen und feuilletonistischen Öffentlichkeit mit seinen brillanten Kulturkritiken und Gesellschaftsanalysen beeinflusst, zugespitzt und dabei in der Regel alle gegen sich aufgebracht. Zeit also, die z.T. schon lange vergriffenen Bücher zusammen mit Unveröffentlichtem in einer Werk-ausgabe neu zugänglich zu machen.

Von der Hardcover-Edition erscheint pro Halbjahr ein Band.

Unterstützen Sie den Verlag und subskribieren Sie die 11 Bände direkt beim Verlag:
mail@edition-tiamat.de

Editionsplan

Werke in 11 Bänden
Herausgegeben von Klaus Bittermann

Bd. 1: Theorie des Gebrauchswerts, 1976, überarbeitete Fassung von 1995, erweitert um eine »Vorbemerkung«, »Nutzlose Welt«, »Vernunft und Geschichte bei Marx«, Texte zur Wissenschaftspolitik und um einige Seminarpapiere. Mitherausgeber: Arne Kellermann 592 Seiten, 32.- Euro

Bd. 2: Ausverkauf (1980) & Endstation (1982) & frühe Schriften aus den 70ern und Anfang der 80er. Erscheint Herbst 2019, 544 Seiten, 30.- Euro

Bd. 3: Honoré de Balzac. Der Geheimagent der Unzufriedenheit (1981), in der erweiterten und überarbeiteten Fassung von 2012. 144 Seiten, 18.- Euro

Bd. 4: Kreisverkehr, Wendepunkt & Stammesbewußtsein, Kulturnation (1984) und andere unveröffentlichte Texte (1982-1984). 584 Seiten, 30.- Euro

Bd. 5.1: Zeitgeist, Geisterzeit (1986) und andere unveröffentlichte Texte (1985-1986). 360 Seiten, 26.- Euro

Bd. 5.2: Ein Hauch von Nerz (1989) und andere unveröffentlichte Texte (1987-1989). 352 Seiten, 26.- Euro

Bd. 6: Der Weg zur inneren Einheit. Elemente des Massenbewußtseins – BRD 1990. 472 Seiten, 30.- Euro

Bd. 7: Das Jahr danach. Ein Bericht über die Vorkriegszeit & andere Texte aus 1990-1992. 528 Seiten, 30.- Euro

Bd. 8.1: Harte Zeiten. Texte 1992-1997 320 Seiten, 26.- Euro

Bd. 8.2: Brothers in Crime. Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit,  320 Seiten, 26.- Euro

Bd. 9: FAQ – Frequently Asked Questions 2004, 304 Seiten, 26.- Euro

Bd. 10: Kapitalismus Forever & Das allerletzte Gefecht & Schöne neue Welt & Wie Adorno und Horkheimer mich vor einem Studienabbruch retteten & Interviews. Texte (2011-2014), 320 Seiten, 22.- Euro

Bd. 11: Briefe & Bibliographie. Ca. 300 Seiten. Erscheint als Abschlussband.

Klaus Bittermann »Der Intellektuelle als Unruhestifter. Wolfgang Pohrt – Eine Biographie«, erscheint Frühjahr 2022, ca. 650 Seiten, ca. 34.- Euro

Walter Benn Michaels im Gespräch mit der taz über sein Buch

Was der Begriff des Spektakels heute noch leisten könnte

Was der Begriff des Spektakels heute noch leisten könnte – Artikel in der Jungle World ->

Wokeness in der Literatur

Aus der Süddeutschen Zeitung, Feuilleton, 15.10.2021: “Wokeness in der Literatur. Cool bleiben” von Hilmar Klute 

»[…] Ein Verleger, der seit Jahrzehnten im Geschäft ist, beobachtet, dass die Wokeness von den Universitäten in die Verlage getragen werde. Welcher Redefigur das Recht auf Argumente gestattet ist, gehöre zur kulturellen Ausbildung. “Die kommen schon woke in die Verlage”, sagt Klaus Bittermann, Chef der Edition Tiamat, die sich auf kritische soziologische Literatur spezialisiert hat. In Bittermanns Verlag sind Streitschriften erschienen, die sich klug mit der Identitätsdiskussion befassen, zum Beispiel ein großer Essay des amerikanischen Literaturwissenschaftlers Walter Benn Michaels, der das Argument setzt, dass die Protagonisten der Diversitätsdebatten den eigentlichen sozialen Antagonismus der Welt außer Acht ließen, den zwischen Arm und Reich.
Ein anderes Tiamat-Buch, das viel Aufsehen erregt, ist Caroline Fourests Porträt der “Generation Beleidigt”, die, so die Kritik der Autorin, die Legitimation sich zu äußern von der ethnischen Zugehörigkeit abhängig mache. Vor dem Hintergrund fanden in den vergangenen Monaten zahllose Debatten statt. Über die üblichen Fachkreise hinaus bekannt wurde der Streit darum, wer das kühn in national-sentimentale Kitschregionen vordringende Gedicht “The hill we climb” übersetzen dürfe, das Amanda Gorman bei der Amtseinführung von Joe Biden aufgesagt hat.
Bittermann bestellt sein Programm weitgehend alleine, er ist nicht auf Twitter, wenig auf Facebook. Kritik an seinen Publikationen erreicht ihn kaum. “Das Problem bei großen Publikumsverlagen ist, dass sie die sozialen Medien bedienen müssen”, sagt er: “Sie haben sich auf das System eingelassen und Leute eingestellt, die es unterstützen.” Das, was von gelegentlich überlauten, oft hysterischen Konservativen “Cancel Culture” genannt wird, äußert sich immer wieder in robusten Forderungen, diesen Autor oder jenes Buch aus dem Programm zu nehmen. Das Vorschlaghammer-Argument laute, sagt der Verleger eines großen Verlags, man müsse sich auf der Höhe der Zeit bewegen. […]«

Frankfurter Buchmesse

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Hannah Arendt über Léon Poliakov

Eine historische Besprechung von Hannah Arendt über Léon Poliakovs Standardwerk über die Judenvernichtung “Vom Hass zum Genozid”, das 70 Jahre nach Erscheinen in Frankreich nun auch auf deutsch herauskommt.

“Selbstporträt in Schwarz und Weiß” auf der ORF-Bestenliste

Thomas Chatterton Williams‘ “Selbstporträt in Schwarz und Weiß” auf der ORF-Bestenliste!
Wir freuen uns.