In Vorbereitung

Die schweren Jahre ab dreiunddreißig

Wiglaf Droste, mit 57 Jahren überraschend gestorben, wird gerne in einem Atemzug mit Kurt Tucholsky genannt. Er war in jedem Fall ein ebenso
begnadeter Polemiker wie Dichter hinreißender Liebeserklärungen, ein mit den Nuancen der Sprache vertrauter Analytiker und ein unversöhnlicher Kritiker der politischen Verhältnisse und der Dummheit. Er hat an die 30 Bücher geschrieben, hat tausende von Lesungen und Veranstaltungen bestritten, hat dabei immer alles gegeben, er hat dabei weder sich noch andere geschont, denn das war für ihn die Voraussetzung von Literatur: »Den ganzen anderen Quatsch kann man lassen.«

k-punk
Ausgewählte Schriften (2004-2016)

Diese umfassende Auswahl versammelt die besten Arbeiten des gefeierten Bloggers, Autors, Herausgebers, politischen Aktivisten und Dozenten Mark Fisher, der 2017 starb. Die Artikelsammlung aus der Zeitspanne 2004-2016 enthält einige der einflussreichsten und markantesten Beiträge aus seinem produktiven Blog k-punk, sowie einige seiner brillantesten und aufschlussreichsten Besprechungen von Filmen, Fernsehsendungen und neuer Musik, außerdem einige seiner Texte für zahlreiche Websites und Magazine über Politik, Aktivismus, Prekarität, Hauntologie und populären Modernismus.

Der Blick von unten
Reportagen aus sechs Jahrzehnten Bd. 1 (1934-1959)

Martha Gellhorn ist eine Legende, denn sie berichtete über 60 Jahre hinweg aus Krisen- und Kriegsgebieten für alle möglichen Zeitungen und war ihr Leben lang unterwegs, bevor sie sich in Wales niederließ. Ihre Kriegsreportagen, die in »Das Gesicht des Krieges« erschienen, machten sie berühmt. Hier nun versammelt »eine der klügsten und eloquentesten Zeuginnen des 19. Jahrhunderts«, wie Bill Buford sie nannte, Reportagen, die in Friedenszeiten entstanden sind.

Einige meiner besten Freunde und Feinde
Unruhestifter und Abweichler

Zur 40jährigen Verlagsgeschichte veröffentlicht der Verleger Texte über seine Autoren, die wichtig für den Verlag waren und sind und ihn mit geprägt haben, Texte über Wolfgang Pohrt und Eike Geisel, über Harry Rowohlt und über die verlorene Freundschaft mit Roger Willemsen, über Fanny Müller und Horst Tomayer, über Hunter S. Thompson und Guy Debord.

Werke Band 1
Theorie des Gebrauchswerts, Seminarpapiere & Texte (1969-1980)

Enthält Pohrts theoretisches Hauptwerk »Die Theorie des Gebrauchswerts« (1995), sowie die ursprüngliche Fassung von 1976, seine frühen Texte über »Arbeit und Faulheit« und »Arbeiter und Kleinbürger«, sowie Vorträge über Jugendsoziologie, Sozialisationstheorie, über »Ten Years After« 1967 und über Émile Durkheims Regeln.

Die Gleichschaltung der Erinnerung
Kommentare zur Zeit

In einem weiteren Band der Schriften Eike Geisels sind enthalten u.a. ein längeres Interview mit der KZ-Überlebenden Hannah Lévy-Hass, deren »Tagebuch aus dem KZ Bergen-Belsen« er übersetzt hat, und einige der zahlreichen Artikel und Vorträge, in denen er den Antisemitismus und das Verhältnis der Deutschen zu den Juden analysiert.

Hitler hilft immer
33 Schüsse aufs Brandenburger Tor

Er ist schon lange wieder da. Auf der Buchmesse. Im Kino. Im Internet und im Kabarett. Eigentlich war er nie weg. Schon wenige Jahre nach dem »Untergang« erschienen 1951 seine »Tischgespräche«. Heute ist er voll integriert und Popstar einer Unterhaltungsindustrie, die sich auf Geschichtspornographie versteht. Er ist der Nazi Nummer Eins und »Nazi« ist Deutschlands erfolgreichster Wortexport. Damit sind wir weltweit präsent. Nazi versteht man überall. Am besten natürlich in Deutschland. Und um dieses Land geht es in diesem Buch. 33 Satirische Machwerke. An Themen mangelt es nicht. Die lagen schon früher auf der Straße, aber heute fliegen sie uns um die Ohren.