In Vorbereitung

Abschweifungen in Frankfurt und Kassel
live

»Allein wie er das Wort Springer aussprach, war schon ein Genuss. Es wirkte zunächst ganz harmonisch, aber eine Oktave tiefer klangen Verwünschung und Verachtung an … Ich kann das nur dürftig beschreiben, und zum Glück brauche ich das auch nicht, denn es gibt genügend Tondokumente, auf denen man Harrys Mundorgel erleben kann.« Hans Zippert

Deutschland ist Caliban
Ein Pamphlet gegen den Hinterwäldler aus Braunau und die Deutschen aus dem Jahre 1934

Der lange in Vergessenheit geratene Wiener Anwalt und Publizist Walther Rode hat dieses Werk schon 1934 verfasst, kurz vor seinem Tod im Schweizer Exil. Er war Joseph Roth freundschaftlich verbunden und wurde als »genauer Kenner der österreichischen Bürokratie« von Kurt Tucholsky bewundert.

Der kleine Fup

»Und? Was willst du später mal werden?«
Fup sagt: »Ich will Autist werden.«
»Autist?«, frage ich überrascht.
»Na das, was du machst«, sagt Fup.
»Ach, du meinst Autor«, sage ich erleichtert.
»Ist ja auch ungefähr dasselbe«, schaltet sich Nadja ein.

Das Seltsame und das Gespenstische

In den letzten, vor seinem Selbstmord geschriebenen Essays begibt sich Mark Fisher auf die Spur zweier eigentümlicher Affekte, dem Seltsamen und dem Gespenstischen. Eng verbunden und doch getrennt, stellen beide das Verhältnis von Innen- und Außenwelt infrage, heften sich an das Eigenartige und Unbekannte, bedrücken, ohne Angst zu erregen, faszinieren und verstören zugleich.

Das Wintermärchen
Schriftsteller erzählen die bayerische Revolution und die Münchner Räterepublik 1918/1919

Ralf Höller lässt die damals in München lebenden Schriftsteller die Geschichte dieser Revolution erzählen. Rainer Maria Rilke war glühender Anhänger, Thomas Mann zwischen den Extremen hin- und hergerissen, Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Mühsam übernahmen sogar Regierungsposten. Und Lion Feuchtwanger verarbeitete, noch während draußen der Kampf tobte, alles zu einem Drama.