Politisches Buch

Raum der Erinnerung
Tatsachen

Nach siebzig Jahren geht Marcel Cohen zurück an einen Punkt, der für ihn das Ende der Welt bedeutete. Anhand einiger weniger Gegenstände und Fotos, die ihm geblieben sind, rekonstruiert er mit minimalistischen Stilmitteln in acht Porträts seine Erinnerung, ohne das Terrain der Tatsachen zu verlassen.

Krieg
Mit den Alliierten in Europa 1944-1945. Reportagen und Fotos

»Sie war auf eine bissige Art brillant und dennoch vollkommen loyal, unprätentiös und unerbittlich gegenüber jeder Art von Augenwischerei. Sie war eine vollendete Künstlerin und ein vollendeter Clown, zugleich eine Hinterwäldlerin aus Upstate New York und eine kosmopolitische Grande Dame, kaltes, soigniertes fashion model und Wildfang.« David E. Scherman

Dead Man Working
Die schöne neue Welt der toten Arbeit

Der Kapitalismus wird immer seltsamer. Während das »Zeitalter der Arbeit« zu Ende geht, wird die Arbeit immer präsenter – wir leben in einer »Arbeitsgesellschaft«, der sich niemand entziehen kann. Der Arbeiter heute fühlt sich leer und tot. Dieses Buch erzählt die Geschichte des toten Menschen, von den erniedrigenden »Teambildungsübungen« und den peinlichen Begegnungen mit dem hippen Boss, der vorgibt, den Kapitalismus zu hassen, und seine Untergebenen auffordert, »authentisch« zu sein. In dieser Gesellschaft wird Arbeit als lebendiger Tod erfahren.

Das allerletzte Gefecht
Über den universellen Kapitalismus, den Kommunismus als Episode und die Menschheit als Amöbe

Hinter der Protestbewegung haben Atomkraft und Raketentriebwerke gesteckt, nicht die Liebe zum Sozialismus. Marx war Darwinist und das Kommunistische Manifest übler Kitsch. Der Kommunismus ist abgelaufen wie altes Badewasser, als der Stöpsel gezogen wurde. Der Mensch als Einzelner ist ein bösartiges Tier und die Menschheit als Ganzes eine wild wuchernde Amöbe. Im Kapitalismus haben die Menschen einen Doppelgänger: Er ist wie sie, sie haben ihn ja auch gemacht.

Die elfte Plage
Wie Berlin-Touristen die Stadt zum Erlebnispark machen

Eine gut gelaunte Polemik gegen Berlin-Touristen, die die Stadt mit einem Freizeitpark und sich selbst mit Abenteurern verwechseln.

Sterben in Mexiko
Bericht aus dem Inneren des Drogenkriegs

»Wenige haben den mexikanisch-amerikanischen Drogenkriegs mit solcher Anschaulichkeit und Klarheit analysiert wie John Gibler.« (Howard Campbell, University of Texas)

Design und Verbrechen
Und andere Schmähreden

Hal Foster inspiriert seit Jahren eine politisch engagierte, kritische Postmoderne. Die hier vorgelegten Aufsätze machen die Gegenstände dieser Kritik deutlich. Foster zeigt, dass Design – in seiner von Zeitschriften bis zur Medizin reichenden inflationären Allgegenwart im heutigen Kapitalismus – zum Treibstoff einer unersättlichen Konsumwelt geworden ist, gleichermaßen nötigend und deterritorialisierend, narzisstisch und inhaltsleer.

Kapitalismus Forever
Über Krise, Krieg, Revolution, Evolution, Christentum und Islam

Wolfgang Pohrt, der Großmeister der überraschenden Volte, ist wieder da. In einem Rundumschlag, einem Pamphlet, in dem er nicht systematisch oder wasserdicht, sondern assoziativ argumentiert, kommentiert er die Angst der Kommunisten vor dem Crash und andere Aspekte der aktuellen Diskussion, dabei weiß er wie immer mit originellen und überraschenden Gedanken zu brillieren, mit denen er alle und jeden vergrätzen wird, die es sich in den Verhältnissen eingerichtet haben.

Motherfucker
Die Geschichte der Mutter aller schmutzigen Wörter

»It‘s a motherfucker« singt herzzerreißend Mark Oliver Everett von den Eels, und Martha Wainwright schmettert sehr überzeugend »Bloody Mother Fucking Asshole«, zwei grandiose Songs aus der jüngeren Rockgeschichte, an denen niemand mehr Anstoß nimmt. Das war mal anders. »Der Komiker der schmutzigen Wörter und der Tabu brechende Gesellschaftskritiker« Lenny Bruce wurde u.a. wegen diesen Wortes »von den Cops zu Tode gehetzt«, wie Hunter S. Thompson einmal schrieb. Grund genug, der Sache auf den Grund zu gehen.

Der Konsul
Gespräche mit Gérard Berréby

Der avantgardistische Künstler Ralph Rumney befand sich während seines abenteuerlichen Lebens immer auf der Flucht. Davon erzählt er mit scharfer Intelligenz und trockenem Witz.