Politisches Buch

Motherfucker
Die Geschichte der Mutter aller schmutzigen Wörter

»It‘s a motherfucker« singt herzzerreißend Mark Oliver Everett von den Eels, und Martha Wainwright schmettert sehr überzeugend »Bloody Mother Fucking Asshole«, zwei grandiose Songs aus der jüngeren Rockgeschichte, an denen niemand mehr Anstoß nimmt. Das war mal anders. »Der Komiker der schmutzigen Wörter und der Tabu brechende Gesellschaftskritiker« Lenny Bruce wurde u.a. wegen diesen Wortes »von den Cops zu Tode gehetzt«, wie Hunter S. Thompson einmal schrieb. Grund genug, der Sache auf den Grund zu gehen.

Der Konsul
Gespräche mit Gérard Berréby

Der avantgardistische Künstler Ralph Rumney befand sich während seines abenteuerlichen Lebens immer auf der Flucht. Davon erzählt er mit scharfer Intelligenz und trockenem Witz.

Ausgewählte Briefe
1957-1994

Debords Perspektive ist stets strategisch und parteiisch. Die Briefe zeugen von gedanklichem Austausch und Freundschaft, Werk und Leben, Disziplin und Genuss. Sie zeichnen über einen Zeitraum von fast 40 Jahren die Bemühung um eine In-Begriff-Nahme der Gegenwart nach – und die Entwicklung eines Denkens, das unbeirrt auf den Umsturz der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung zielte.

Gewalt und Politik
Ausgewählte Reden & Schriften

Die Lektüre Pohrts bereitet großes Vergnügen. Er ist witzig, gemein, bissig und von großer Überzeugungskraft. Geschult an der Frankfurter Schule ist er einer der wenigen, der Adorno tatsächlich anwendete und weiterdachte.

Unter Zonis
Zwanzig Jahre reichen jetzt so langsam mal wieder. Ein Rückblick

Schöne satirische Spitzenqualitätstexte, in denen sich auf unerhört abfällige, ja sogar zynische, wenn nicht sogar menschenverachtende Weise über die Zone und ihre Bewohner, die sogenannten Zonis, geäußert wird. Unter Mitarbeit von Hans Zippert, Martin Sonneborn, Uli Hannemann, Heiko Werning, Stefan Gärtner, Oliver Maria Schmitt, Fritz Tietz, Joseph von Westphalen, Rayk Wieland, Jenni Zylka u.a.

Wer ist Dorothea Ridder?
Rekonstruktion einer beschädigten Erinnerung

Gabriele Goettle rekonstruiert in Gesprächen mit Freunden Dorothea Ridders nicht nur das Leben einer Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat, sondern einer ganzen Generation, deren Welt sich um so mehr zu entfernen scheint, je mehr über sie geschrieben wurde. Gabriele Goettle macht das auf ihre zurückhaltende Art, die typisch für ihre Reportagen ist.

Goodbye Mr. Socialism
Das Ungeheuer und die globale Linke

Eingängig und mit großem Nachdruck, doch nie dogmatisch, entfaltet Antonio Negri seine theoretischen Prämissen wie seine politische Kritik. Die Veränderung der Welt bleibt notwendig und ist möglich, so seine Überzeugung, doch wäre es tragisch, würde eine globale gesellschaftliche Linke ihre Perspektive Sozialismus nennen, der doch historisch wie aktuell nur »ein anderes Modell für die Herrschaft des Kapitals« anzubieten weiß.

Vermeers Hut
Das 17. Jahrhundert und der Beginn der globalen Welt

Vermeers Bilder fesseln uns durch ihre Schönheit und Rätselhaftigkeit: Was für Geschichten liegen hinter diesen exquisit ausgeführten Augenblicken? Wie Timothy Brooks Buch zeigt, öffnen die Bilder, die so still und verschlossen erscheinen, tatsächlich Fenster zu der rasch expandierenden Welt des 17. Jahrhunderts.

Romans Reise durch die Nacht
Berichte eines Überlebenden

Roman Halters Erinnerungen gehören zur großen Holocaust-Literatur, zu Primo Levis ‘Die Atempause’ und ‘Ist das ein Mensch?’ oder zu Ruth Klügers ‘Weiter leben’.

Brothers in Crime
Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit. Über die Herkunft von Gruppen, Cliquen, Banden, Rackets und Gangs

Ausgehend von Horkheimer, demzufolge die gesellschaftliche Herrschaft »aus ihrem eigenen ökonomischen Prinzip heraus in die Gangsterherrschaft« übergeht, beschreibt Pohrt die allgemeine Entwicklungstendenz.