Critica Diabolis 205
Broschur
160 Seiten
13.- Euro
ISBN 978-3-89320-174-7
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Hinter der Protestbewegung haben Atomkraft und Raketentriebwerke gesteckt, nicht die Liebe zum Sozialismus. Marx war Darwinist und das Kommunistische Manifest übler Kitsch. Der Kommunismus ist abgelaufen wie altes Badewasser, als der Stöpsel gezogen wurde. Der Mensch als Einzelner ist ein bösartiges Tier und die Menschheit als Ganzes eine wild wuchernde Amöbe. Im Kapitalismus haben die Menschen einen Doppelgänger: Er ist wie sie, sie haben ihn ja auch gemacht. Linksradikale schöpfen aus dem Kapitalismus Lebenssinn und Seelentrost.
Die Geschichte ist keine Schatzkammer, sondern eine Leichenhalle, und aus der Vergangenheit kann man nur lernen, dass man sie vergessen soll. Das ist die Wahrheit, aber nicht die ganze, sondern wahr ist auch das Gegenteil. Wie er es damit hält, muss jeder selbst für sich entscheiden. Vorbeter gehören in die Kirche oder ins Politbüro.

Pressestimmen

»Wenngleich Pohrt hier zum wiederholten Mal auf die Irrtümer und Fehlleistungen der Linken eindrischt, darf man seine vergnüglich zu lesende Analyse und Polemik, seinen Abgesang auf die Linke und deren Schwärmereien, nicht verwechseln mit der billigen Mischung aus Boulevardjournalismus, Verschwörungstheorie und Vollpropaganda, mit der dubiose Figuren vom Schlag des »Spiegel«-Journalisten Jan Fleischhauer […] seit Jahren erfolgreich hausieren gehen. Pohrt hat Marx und Adorno gelesen und verstanden, und es ist ihm gelungen, kein Reklame für die Deutschland-AG treibender Medienclown oder Gesundbeter der Herrschaftsverhältnisse zu werden. Stattdessen ist ein gründlich desillusionierter älterer Herr aus ihm geworden, eine Art Hobby-Schopenhauer unserer Zeit, der schulterzuckend und gelangweilt den Turnübungen der Linken zusieht.« (Thomas Blum, Neues Deutschland)

»In einem furiosen historischen Abriss von Adam & Eva bis heute resümiert Pohrt die Irrtumsgeschichte der Linken, in der der Sozialismus stets als Ersatz-Paradies fungiert hatte. … Gnadenlos … Sarkastisch … Verdienstvoll.« (Reinhard Mohr, Tagesspiegel)

»Pohrt, der Anfang der 80er Jahre mit seiner hellsichtigen Kritik der Alternativ- und Friedensbewegung als ‘nationale Erweckungsbewegung’ berühmt wurde, die dann ja tatsächlich in der Militarisierung der deutschen Außenpolitik unter Schröder und Fischer mündete, läuft hier stellenweise zu imposanter polemischer Form auf. « (Ale Schmitz, SOZ)

»Für (gern ziemlich steile) provokante Thesen berühmt, liest Pohrt seinen Kampfgenossen auf eine so treffende Art die Leviten, dass man immer nur zitieren möchte.« (Westzeit)

»Die Treffsicherheit seiner Attacken ist enorm, in gewisser Weise erschreckend hoch.« (Wolfgang Kraushaar)

»Pohrt hat funkelnde Marksteine in die Landschaft des Block-Konformismus gesetzt, mit boshaft zugeschliffenem Witz.« (Josef Joffe)