Critica Diabolis 274
Broschur, aus dem Englischen von Norbert Hofmann
ca. 500 Seiten
ca. 32.- Euro
ISBN 978-3-89320-254-6
Erscheinungsdatum März 2020
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Bekannt war sie als Kriegskorrespondentin. Seit dem spanischen Bürgerkrieg hat sie sich auf fast allen Kriegsschauplätzen der Welt des letzten Jahrhunderts herumgetrieben. Ihre Reportagen auch in Friedenszeiten sind Klassiker des Genres, sie waren erhellend und getrieben von einer moralischen Empörung über die Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, die von nationalen und Profitinteressen in Kauf genommen wurden. Natürlich waren ihre Urteile nach den Maßstäben des konservativ-bürgerlichen Meinungsjournalismus unausgewogen und ungerecht, und natürlich wusste sie das, aber schließlich war Martha Gellhorn auch eine streitbare Person, die sich einmischte. »Ich kann mich mit allem auf der Welt arrangieren außer Langeweile, und ich will kein guter Mensch sein … Ich will die Hölle auf Rädern sein«, schrieb sie. Ihr unbändiges Verlangen nach einem zum Platzen aufregenden Leben, das »leidenschaftlich und heftig und voller Lachen und laut und lustig wie die entfesselte Hölle« ist, machte sie zu einer rastlos Umherschweifenden, großzügig, geistreich, sympathisch und trinkfest, eine Frau mit einem verlässlichen Urteilsvermögen.

Pressestimmen

»Ein scharfer Blick, ein gutes Gedächtnis und eine knappe, starke Prosa.« (Sunday Telegraph)

»Martha Gellhorns Texte sind gewürzt mit Intelligenz, Individualismus und moralischer Empörung.« (New Statesman)

»Nicht nur eine der großartigen Kriegskorrespondentinnen des Jahrhunderts; als Frau in einer bis dahin männlichen
Domäne wurde sie auch eine Inspiration für Journalistinnen überall auf der Welt.« (Express)