Critica Diabolis 274
Broschur, aus dem Englischen von Norbert Hofmann
420 Seiten
32.- Euro
ISBN 978-3-89320-254-6
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Bekannt war sie als Kriegskorrespondentin. Seit dem spanischen Bürgerkrieg hat sie sich auf fast allen Kriegsschauplätzen der Welt des letzten Jahrhunderts herumgetrieben. Ihre Reportagen auch in Friedenszeiten sind Klassiker des Genres, sie waren erhellend und getrieben von einer moralischen Empörung über die Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, die von nationalen und Profitinteressen in Kauf genommen wurden. Natürlich waren ihre Urteile nach den Maßstäben des konservativ-bürgerlichen Meinungsjournalismus unausgewogen und ungerecht, und natürlich wusste sie das, aber schließlich war Martha Gellhorn auch eine streitbare Person, die sich einmischte. »Ich kann mich mit allem auf der Welt arrangieren außer Langeweile, und ich will kein guter Mensch sein … Ich will die Hölle auf Rädern sein«, schrieb sie. Ihr unbändiges Verlangen nach einem zum Platzen aufregenden Leben, das »leidenschaftlich und heftig und voller Lachen und laut und lustig wie die entfesselte Hölle« ist, machte sie zu einer rastlos Umherschweifenden, großzügig, geistreich, sympathisch und trinkfest, eine Frau mit einem verlässlichen Urteilsvermögen.

Pressestimmen

»Gut sehen, klar denken, schön schreiben: Die US-Amerikanerin Martha Gellhorn brachte die Tugenden der Reportage lässig zur Einheit. … Ohne Prätention, aber in gewissenhafter Selbstprüfung pendelt Gellhorn zwischen der Wahrnehmung der Realität und Vorurteilen, die sie erst im Abenteuer der Kollision bemerkt und überprüft. Dieser Freimut macht ihre Texte zu einer so erstaunlichen wie gewinnenden Lektüre.« (Elke Schmitter, Der Spiegel)

»Ein scharfer Blick, ein gutes Gedächtnis und eine knappe, starke Prosa.« (Sunday Telegraph)

»Martha Gellhorns Texte sind gewürzt mit Intelligenz, Individualismus und moralischer Empörung.« (New Statesman)

»Nicht nur eine der großartigen Kriegskorrespondentinnen des Jahrhunderts; als Frau in einer bis dahin männlichen
Domäne wurde sie auch eine Inspiration für Journalistinnen überall auf der Welt.« (Express)