Critica Diabolis 246
Broschur, aus dem Englischen von Robert Zwarg, mit einem Nachwort von Christian Werthschulte
176 Seiten
18.- Euro
ISBN 978-3-89320-222-5
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Warum ist da etwas, wo doch nichts sein sollte? Warum ist da nichts, wo doch etwas sein sollte?
In den letzten, vor seinem Selbstmord geschriebenen Essays begibt sich Mark Fisher auf die Spur zweier eigentümlicher Affekte, dem Seltsamen und dem Gespenstischen. Eng verbunden und doch getrennt, stellen beide das Verhältnis von Innen- und Außenwelt infrage, heften sich an das Eigenartige und Unbekannte, bedrücken, ohne Angst zu erregen, faszinieren und verstören zugleich.
Mark Fisher findet das Seltsame und Gespenstische in der unheimlichen Unterströmung des 20. Jahrhunderts: den Filmen David Lynchs, Stanley Kubricks und Andrei Tarkovskys, der phantastischen Literatur H.P. Lovecrafts und H.G. Wells oder den Erzählungen Margaret Atwoods. In den Genres wie Horror und Science Fiction geht Fisher der Frage nach: Was genau ist das Seltsame und das Gespenstische?
»Das Buch ist eine Forschungsreise in den Pulp Modernism, jene Formen der Popkultur, in denen sich für Fisher der Erkenntnisreichtum des Hochmodernismus des frühen 20. Jahrhunderts fortsetzt.« Christian Werthschulte

Pressestimmen

»Horror, Science-Fiction, Post-Punk: Für den Kulturtheoretiker Mark Fisher manifestiert sich in diesen Genres ein Unbehagen gegenüber dem Spätkapitalismus. […] Sein letztes Buch ist ein subtiles, nachdenklich machendes Vermächtnis eines der eindrücklichsten Denker der zeitgenössischen Kulturtheorie. Mark Fisher, er wird weiter fehlen.« (Tabea Grzeszyk, Deutschlandfunk Kultur)

»In seinem letzten Buch gelingt es Fisher abermals, den vermeintlichen Sachzwängen der Gegenwart aller Vertraute zu nehmen. Ein guter Startpunkt, um der allerorts behaupteten Alternativlosigkeit mutiger entgegenzutreten.« (Philipp Rhensius, WoZ)

»Er war mehr als ein Popkritiker: Grenzgänger zwischen Kultur und Wissenschaft, Experte zerbrochener Zeitlichkeit, immer auf der Flucht vor dem Gefängnis der Denkregeln.« (Georg Seeßlen, Spex)

»Kaum jemand hat den Verlust der Zukunft so brillant beschrieben wie der britische Kulturtheoretiker Mark Fisher.« (Harald Staun, FAZ)