Das Wellness-Syndrom

In diesem Buch argumentieren Carl Cederström und André Spicer, dass sich der allgegenwärtige Druck, unser Wohlbefinden zu maximieren, inzwischen gegen uns richtet, uns schlecht fühlen lässt und dazu führt, dass wir uns in uns zurückziehen. Das Wellness-Syndrom folgt Gesundheitsfreaks, die bis zum Äußersten gehen, um die perfekte Diät zu finden, Angestellten, die den Tag mit einer Tanzparty beginnen, und den »Self-Trackern«, die alle Körperdaten messen, einschließlich ihrer Toilettengewohnheiten. Das ist eine Welt, in der sich gut fühlen ununterscheidbar geworden ist von gut sein.
Vorstellungen von sozialer Veränderung sind auf Träume individueller Verwandlung reduziert, politische Debatten werden von ödem Moralisieren ersetzt, und wissenschaftliche Beweise werden gegen New-Age-Täuschungen eingetauscht. Eine anschauliche und witzige Diagnose des Wellnesskults für jeden, der misstrauisch ist gegenüber der unablässigen Suche nach mehr Glück und Gesundheit.

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