Critica Diabolis 203
Broschur
144 Seiten
13.- Euro
ISBN 978-3-89320-172-3
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Der Kapitalismus wird immer seltsamer. Während das »Zeitalter der Arbeit« zu Ende geht, wird die Arbeit immer präsenter – wir leben in einer »Arbeitsgesellschaft«, der sich niemand entziehen kann. Der Arbeiter heute fühlt sich leer und tot. Dieses Buch erzählt die Geschichte des toten Menschen, von den erniedrigenden »Teambildungsübungen« und den peinlichen Begegnungen mit dem hippen Boss, der vorgibt, den Kapitalismus zu hassen, und seine Untergebenen auffordert, »authentisch« zu sein.
In dieser Gesellschaft wird Arbeit als lebendiger Tod erfahren. Und doch ist der »Dead Man Working« gezwungen, ein nettes Lächeln aufzusetzen, Begeisterung vorzutäuschen und zwischendurch einen faden Witz zu machen. Wenn die Unternehmen das Leben bis in unsere Träume hinein kolonisiert haben, dann wird die Frage nach dem Entkommen umso drängender.

Pressestimmen

»Dieses faszinierende und düstere kleine Buch ist eine ausgezeichnete und beunruhigende Einführung in ganz neue Bereiche einer rasant sich verändernden Arbeitswelt.« (Michael Hardt)

»Auf ätzende Weise unterhaltsam.« (The Guardian)

»Dieses herausragende Büchlein verfolgt seine Leser und Leserinnen auf Schritt und Tritt, denn es stellt jede Alltäglichkeit unter Verdacht« (Vera Linß, DRadio Kultur)

»Der Angestellte als Zombie. Wenn es den Arbeiter alter Schule auf der Baustelle nach Lebensqualität dürstete, griff er während der Maloche zur Flasche Bier: eine innere Emigration, ein Akt der Autonomie. Wenn es dem modernen Wissensarbeiter zu viel wird, geht er in der Mittagspause ins firmeneigene Fitnessstudio – und stellt seine Arbeitskraft wieder her. Ein Akt der Autonomie ist das nicht. « (KulturSPIEGEL)

»Die beherrschende Frage des Buches ist: ‘Wie können wir uns dem Kapitalismus widersetzen, wenn er unser gesamtes gesellschaftliches Sein durchdrungen hat?’ Eine schwierige Frage – natürlich. Aber nach der Lektüre des Buches erstaunt es nicht, dass die beiden Autoren radikal antworten: ‘Eine sinnvolle Arbeitsplatzpolitik sollte nicht faire, bessere, weniger oder mehr Arbeit fordern, sondern das Ende von Arbeit’.« (Diss-Journal)