Critica Diabolis 158
Hardcover, Titelbild von Nikolaus Heidelbach
208 Seiten
16.- Euro
ISBN 3-89320-123-8
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In seinen Märchen für anders begabte Erwachsene taucht Jakob Hein in das Universum von Kindern ein, und beschreibt aus deren Perspektive das eigentümliche Verhalten der Eltern. Daraus entstehen eigenartige und skurrile Geschichten, die ihre Faszination daraus beziehen, dass die Eltern mit den Kriterien aus der Erwachsenenwelt beurteilt werden, weshalb sie manchmal gar nicht gut wegkommen. Da lädt der kleine Josef den am Nordpol in einer Bruchbude hausenden Weihnachtsmann zu sich nach Hause ein, um dort zu wohnen, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass sich dann die Eltern weniger streiten. Und Linus holt den Pizzamann in die Wohnung, damit seine Mutter nicht länger traurig sein muss. Und da gibt es Herrn Johannson, der im Auftrag der schwedischen Regierung für einen Reiseführer in der kleinen Ortschaft Teterow so gründlich forscht, dass er sich in der Recherche verliert.
Jakob Hein beschreibt das normale Leben der Superhelden, manchmal melancholisch, manchmal lakonisch, aber mit hintergründigem und überraschendem Witz, “knapp und schlicht in der Sprache, voller Wärme und Sympathie für den bedrängten Helden”, meinte die Berliner Zeitung, der wir in diesem Fall ganz und gar recht geben.

Pressestimmen

»Hier bringt die einfache, durchaus ins Naive spielende Sprache des Autors einen feinsinnigen, abgründigen Humor mit sich.« (FAZ)

»Literarische Scham ist ihm fremd.« (junge welt)

»Jakob Heins Märchen sind ganz von heute, Science-Fiction-Storys, die gesellschaftskritisch verstanden werden dürfen, und die mit Grimms Märchen nur die gelegentliche Düsternis verbindet.« (Berliner Zeitung)

»Angesichts der von Bedeutungshuberei und lauwarmer Gefühligkeit gekennzeichneten deutschen Gegenwartsliteratur freut man sich über einen, der einigermaßen originelle und komische Geschichten zu Papier bringen kann. So einer ist Jakob Hein. Und er beweist in seinen “Märchen für anders begabte Erwachsene”, dass es ihm wenigstens an zwei Qualitäten nicht mangelt: an Einfallsreichtum und einem Gespür für Pointen. Turbulent geht es zumeist in den Stories zu, in denen der Irrwitz das Geschehen beherrscht.s« (Thomas Blum, Kölner Stadtrevue)