Critica Diabolis 295
Paperback, aus dem Englischen übersetzt von Christoph Hesse, mit einem Vorwort des Autors zur deutschen Ausgabe
296 Seiten
24.- Euro
ISBN 978-3-89320-279-9
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Gefeiert als »eloquent« (Chicago Tribune) und »stichhaltig« (The New Yorker), verströmt das Buch »einen Hauch von Genialität« (The Economist) und macht es unmöglich, mit den Thesen von Walter Benn Michaels »nicht übereinzustimmen« (The Washington Post).
Michaels behauptet in »Der Trubel um Diversität«, dass unsere Fokusierung auf die »Differenz« den Unterschied außer Acht lässt, auf den es wirklich ankommt: den Unterschied zwischen Reichen und Armen. Respektlos nimmt Walter Benn Michaels sich die vielfältigen Ausprägungen unserer Besessenheit vor – Affirmative Action, Multikulturalismus, Kulturerbe und Identität – und zeigt, dass Diversität keine Voraussetzungen für soziale Gerechtigkeit schafft. In einer Absage sowohl an die Linke als auch an die Rechte fordert er, wir möchten uns weniger um die unwichtigen Unterschiede der Kulturen kümmern als um das wirkliche Missverhältnis der Klassen und die Verteilung des Reichtums. Ein Debattenbeitrag zur Diskussion über Herkunft und Identität, aus der immer neue Opfergruppen entstehen.

Pressestimmen

»Erfrischend… Der größte Vorzug von ›Der Trubel um Diversität‹ ist die Beharrlichkeit und Genauigkeit, mit der Michaels unsere verworrenen Vorstellungen von Rassen und Ungleichheit auseinandernimmt.« (The Nation)

»In Bestform ist Michaels, wenn er mit einer Kettensäge durch die Scheinheiligkeit anderer Leute fährt. Eine fesselnde Lektüre und eine notwendige Provokation.« (Los Angeles Times)

»›Der Trubel um Diversität‹ wendet sich an eine breite Leserschaft, und zwar mit der klaren Absicht, durch zwingende Argumentation und tiefgreifende Irritation zu ernsthaftem Denken anzuregen. Sein Buch ist provokant, und ich hoffe, es wird dazu beitragen, die Frage nach den ökonomischen Verhältnissen in diesem Land wieder auf die Tagesordnung zu setzen.« (Inside Higher Ed)

»›Der Trubel um Diversität‹ wirft den vielleicht schärfsten Blick darauf, wie der Linksliberalismus beim wichtigsten linken Thema unserer Zeit den Anschluss verpasst hat: nämlich der Ungleichheit. Schlimmer noch: der Linksliberalismus hat es, wie Walter Benn Michaels zeigt, mit seiner geradezu besessenen Fixierung auf Diversität sogar fertiggebracht, das Problem unsichtbar zu machen.« (Thomas Frank, Autor von »What’s the Matter with Kansas?«)

»Der Literaturwissenschaftler Walter Benn Michaels schlachtet eine ganze Herde heiliger Kühe … Indem wir die Welt von Diskriminierung befreien und Diversität feiern, so hält Michaels uns entgegen, machen wir sie zu einem sicheren Ort für den Kapitalismus und rechtfertigen ökonomische Ungleichheit als natürliche Eigenschaft einer vorurteilslosen Gesellschaft. Er kommt zu dem Schluss: ›Um das Problem des Rassismus zu lösen, müssen wir bloß unsere Vorurteile aufgeben.‹« (Allan C. Hutchinson, The Globe and Mail (Toronto))

»Ich würde Walter Benn Michaels’ ›Der Trubel um Diversität‹ als bestes Sachbuch nominieren. Identitätspolitik ist nicht nur bankrott, wie Michaels darlegt; sie hat auch all unsere Energien vom Thema Ungleichheit abgezogen. Michaels ist großartig, wenn er Frömmeleien aufs Korn nimmt. Dass Michaels so vielen Liberalen und Radikalen Unwohlsein bereitet, ist ein Zeichen dafür, dass er den Nagel auf den Kopf trifft. Eine gewitzte und messerscharf formulierte Einladung, darüber nachzudenken, wie wir Ungleichheit romantisieren, mit ›Kultur‹ als Trost und ›Identität‹ als Beruhigungsmittel.« (Maureen N. McLane, Critical Mass)

»Eine vernichtende Studie darüber, wie das Feiern kultureller und ethnischer Unterschiede die tiefe ökonomische Kluft in unserer Gesellschaft vernebelt. Ein erfrischendes, wütendes und wichtiges Buch.« (The Atlantic Monthly)

»Mit dieser scharf argumentierenden Polemik bringt Michaels etwas höchst Seltenes in die nach Ideen hungernde politische Debatte in Amerika: eine wohldurchdachte und wahrhaft leidenschaftliche Forderung, die linke Politik ökonomischer Gerechtigkeit wiederzubeleben.« (The New York Observer)