Critica Diabolis 160
Paperback, aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner, mit einem Nachwort von Klaus Bittermann
416 Seiten
19.80 Euro
ISBN 978-3-89320-126-6
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Hunter S. Thompson war ein Meister der Selbstinszenierung, der sich selber als literarische Figur erfand, die auf der Suche nach dem amerikanischen Traum am Abgrund entlang raste und volles Risiko ging. In seinen frühen Reportagen über eine Haifischjagd für den Playboy, über den Super Bowl, über eine Begegnung mit Muhammad Ali, über die Watergate-Pleite Nixons und dessen Amnestierung durch Ford und über den Wahlkampf Jimmy Carters inszeniert er sich als Drogen fressender Paranoiker, als betrunkener Rabauke, als vor sich hin fluchendes Großmaul, als panisch Getriebener, der ein feines Gespür für die in den 60er und 70er aufbrechenden Risse im Gefüge der amerikanischen Gesellschaft hatte und der den Irrsinn zum Sprechen brachte, der ihn umgab.
Er erweist sich dabei als glänzender Stilist, der den Lebensnerv einer ganzen Generation traf, und für viele wurde er zu einem der letzten Freiheitshelden, die er immer wieder besungen hat, er wurde zum Outlaw, der vom Gesetz gejagt wird, zum Anarchisten, der auf seiner Maschine dem Sonnenuntergang entgegendonnert, zum Sinnbild all dessen, was das Amerika Nixons für abartig und dement hielt.

Pressestimmen

»Der Gonzo-Journalismus, mit dem Hunter S. Thompson Anfang der Siebziger berühmt wurde, war ein durchaus ernstgemeintes Konzept. Auch “Die große Haifischjagd. Und andere seltsame Berichte aus einer unruhigen Zeit”, lebt von seiner überdrehten Drastik. Es ist eine Sammlung von Texten aus den Siebzigerjahren, die Thompson damals für den “Rolling Stone” und den “Playboy” schrieb und die nun in der sehr guten Übersetzung von Teja Schwaner erschienen ist. Texte aus den Jahren nach der Wiederwahl Nixons zum Präsidenten 1972, die Thompson ausführlich begleitet und beschrieben hatte. […] Es mag der westlichen Welt zum Vor- oder zum Nachteil gereichen – aber kein Magazin, ob in den USA oder in Europa, würde einen Autoren wie Hunter S. Thompson heute zu einem Politiker-Wahlkampf oder zu einer Sportveranstaltung schicken. Einen drogenfressenden Irren mit dem Durchblick bedingungsloser Ehrlichkeit. Er dürfte nicht mal mehr von einem Rockfestival berichten.« (Tobias Rapp, DeutschlandRadio)

»Die Reportagen von Hunter S. Thompson gehören zum Besten, was die Branche je zu bieten hatte.« (BILD)

»Scharfsichtiger Outlaw.« (taz)

»Dieses Buch macht heißhungrig auf das Gesamtwerk.« (junge welt)