»Geisels Polemiken der Neunziger müssen vor dem Hintergrund sich radikalisierender rassistischer Gewalt gelesen werden, auf die Gesellschaft und Politik mit Lichterketten und der faktischen Abschaffung des Asylrechts reagierten. Invektiven gegen die Heroisierung der freundlichen Nazis vom 20. Juli, gegen die „nationale Kranzabwurfstelle“ der Neuen Wache und das Holocaust-Mahnmal verschränkte er mit Verweisen auf „national befreite Zonen“ und die Pogrome in Hoyerswerda und anderswo. Das eine hatte für ihn mit dem anderen zu tun.« (Ulrich Gutmair, taz)