Critica Diabolis 298
Paperback
328 Seiten
26.- Euro
ISBN 978-3-89320-281-2
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Der Fall der Berliner Mauer hat die europäische Linke in Ratlosigkeit gestürzt. Auf dem Kampffeld der Ideen sind Fortschritt, Freiheit und Universalismus einer neuen, aus den USA importierten Triade gewichen: Geschlecht, Identität, “Rasse”. Progressive kämpften einst im Namen der Arbeiterklasse, der Dritten Welt und der Verdammten dieser Erde. Heute dominieren die Diskurse des Neofeminismus, Antirassismus und Postkolonialismus, die den weißen Mann als Feind auserkoren haben. Seine Anatomie macht ihn zum geborenen Raubtier, seine Hautfarbe zum Rassisten, seine Macht zum Ausbeuter aller »Unterdrückten«. Dieser Essay analysiert, wie die Konkurrenz der Geschlechter, der “Rassen” und der Communities den Klassenkampf ersetzt und die Idee einer gemeinsamen Menschheit zerstört. Wer aus dem weißen Mann den Sündenbock der »intersektionalen« Minderheiten macht, tauscht lediglich einen Rassismus durch einen anderen aus und bereitet den unheilvollen Weg in eine tribalisierte Gemeinschaft, in der sich am Horizont der Krieg aller gegen alle abzeichnet.

Pressestimmen

»Bruckner setzt sich mit einem rassistisch argumentierenden Antirassismus auseinander. In dieser Weltsicht gibt es nur mehr ›Weiße‹ und ›Schwarze‹. Es ist ein sich antirassistisch tarnender Rassismus, dem einige Linke erlegen sind, die glauben, sich für ihr ›Weißsein‹ entschuldigen zu müssen.« (Karl Pfeifer, jungle world)

»Bruckners philosophische Fabulierlist und seine Kampferfahrung aus vielen politischen und theoretischen Debatten aber lassen seinen Einwurf als herzhafte Intervention erscheinen, die mehr will als nur die wohlfeile Empörung über das Gendersternchen und die Genugtuung über die Belehrung angriffslustiger junger Menschen.« (Harry Nutt, Berliner Zeitung)

»Der Anti-Rassismus-Kampf bringt für Bruckner einen neuen Hautfarbenrassimus unter umgekehrten Vorzeichen hervor: die neue Inkarnation des Bösen ist der alte weiße Mann. Das Zerrbild entstehe, weil die Anti-Rassismus-Bewegung über den Rassismus an anderen Orten der Welt, auch und gerade in Afrika und der islamischen Welt, schweige und
weil auch die dominante Spielart des Feminismus über die Frauenunterdrückung dort hinwegsehe.« (Thomas Thiel, FAZ)