Critica Diabolis 202
Broschur
192 Seiten
14.- Euro
ISBN 978-3-89320-171-6
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Joe Bauer schreibt über die Tiefen und Abgründe des Talkessels. Seine Spaziergänger-Geschichten führen in den Mythos von Stammheim, in die Relikte des Rotlichtmilieus und an einen lebensgefährlichen Wasserfall. Immer wieder auch zu den Stuttgarter Kickers.
Melancholisch, sarkastisch, selbstironisch beschreibt er sein merkwürdiges Verhältnis zu Stuttgart und dem Rest der Welt. Zwischen Investorengier, Lügenpolitik und dem Zukunftsgelaber der Marketing-Luschen widmet er sich den versteckten Schönheiten und der vergessenen Historie der Stadt. Er weiß, in welcher Mini-Bar Gary Cooper und Kirk Douglas, Ella Fitzgerald und Uriah Heep ihre Autogramme an der Wand hinterließen, warum Karl May kompletter Bücherschatz im Bahnhofshotel gerettet wurde und Picassos Lumpi ein Stuttgarter Dackel war.

Pressestimmen

»Joe Bauer ist kein Gonzo-Journalist wie Hunter S. Thompson oder Jörg Fauser, schon gar kein Popliterat. Er ist ein melancholischer Beobachter: nicht drin in der Gesellschaft, aber auch nicht ganz draußen; und eher emphatisch als sarkastisch. Er ist Kolumnist, laut Eigendefinition ‘ein gelernter schwäbischer Kleingeist’ – und damit eben gleichzeitig keiner.« (Peter Unfried, taz)

»Joe Bauers Geschichten klingen schonungslos oder zärtlich, wütend oder wehleidig. Was sie verbindet, ist ihre Haltung: Der warmherzige Blick des ewigen Fremden auf jene, die sich im Talkessel zusammengefunden haben, um der seltsamen Beschäftigung nachzugehen, die sie Leben nennen.« (Stuttgarter Zeitung)

»Hab das Buch am Bodensee gelesen, und das müsste im Beipackzettel stehen: Die Einnahme sollte im Hotelzimmer erfolgen. Entwurzelt ließt sich das noch besser.« (Thilo Rothacker, Professor für Illustration, Konstanz)

» Bauer stiefelt herum. Wir brauchen einen, der für uns stellvertretend herumstiefelt. Einer, der die Kunst des Müßiggangs rühmt, auch wenn er selbst nie Ruhe findet. Soll er auch nicht. Wir brauchen immer noch mehr Lesestoff von freilaufenden Flaneuren.« (Uwe Bogen, Kolumnist, Stuttgarter Nachrichten)