Critica Diabolis 148
Paperback, Titelbild von Nikolaus Heidelbach
192 Seiten
14.- Euro
ISBN 3-89320-113-0
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Ein episodischer Entwicklungsroman von Westfalen in den Wedding, zwei Biotope, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. In Heiko Wernings Geschichten leben die eigenwilligen Einwohner dieser Rückzugsgebiete auf und schillern in ihrer komischen Schönheit. Da ist zum einen Westfalen, ein Landstrich, dessen Einwohner mit stoischer Gelassenheit auf den hektischen Medienbetrieb schauen, nur weil mal ein paar Tage der Strom ausgefallen ist, wo liberale Mütter den Kontakt zur jungen Generation suchen und “ganz offen” über Sex reden wollen, wo Vorstadtwitwen nachts durch ihre Gärten kriechen und Schnecken zerschneiden.
Und da ist der Wedding, wo Menschen, die sich in ihren Hinterhöfen nie zu Gesicht bekommen, sich Lebenshilfe aus den Fenstern ihrer Wohnungen zurufen, wo Rassisten aus Protest gegen die vielen Ausländer mit der thailändischen Geliebten nach Südostasien abhauen, wo Betrunkene sich nachts an den schrecklichsten Imbissbuden des Landes treffen, um sich selbst zur Katharsis zu verhelfen, ein Stadtteil, von dem alle sagen, dass man dort keine Kinder aufziehen könne, obwohl doch vermutlich nirgendwo in Deutschland mehr Kinder aufwachsen als gerade hier.

Pressestimmen

»Heiko Wernings Geschichten sind auch deshalb wirklich komisch, weil sie den großstädtischen Provinzialismus voll ausspielen.« (Süddeutsche Zeitung)

»Das Unspektakuläre findet seinen würdigen Platz in Wernings Texten, es wird zuweilen überhöht, zugespitzt, ins Absurde gedreht, oft aber auch nur lakonisch dahererzählt. Werning gräbt sich tief in die Beobachtung einer Situation und destilliert ihre komische Essenz. Er schreibt mit exzellent trockenem Humor.« (taz)

»In Bed with Buddha ist […] ein sehr sinniges Plädoyer für die Provinz und eine liebevolle Entzauberung der Großstadt als Sammel- und Fluchtpunkt der “coolen” aller Art. Ein bisschen geht es mir mit Wernings Texten so, wie mit der Musik von Manfred Maurenbrecher: Beide sind nach der herrschenden Geschmackspolizei extrem unmodisch und uncool, aber genau das macht sie wahrhaftig und extrem standhaft.
Schönes Buch. « (Jochen Reinecke, ZEIT online)