Critica Diabolis 172
Paperback, aus dem Englischen von Anna Latz
424 Seiten
22.- Euro
ISBN 978-3-89320-140-2
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Dieses Buch ist eine Parabel auf staatliche Macht, wie sie funktioniert, welche Abhängigkeiten und Irrationalitäten herrschen, und das alles entwickelt Wrong an der Biographie des Protagonisten John Githongo, der als Regierungsbeauftragter für Antikorruption mit direktem Zugang zum Präsidenten sich im Herzen der politischen Macht befand.
Das Buch wird in Kenia boykottiert. Für Furore sorgte eine Aktion Michela Wrongs, als sie 5200 Exemplare in einer konzertierten Aktion von Kirchen, Medien, Schriftstellern und Entwicklungshilfeorganisationen der kenianischen Öffentlichkeit zugänglich machte. Inzwischen ist John Githongo wieder in seine Heimat zurückgekehrt.
Als Michela Wrongs kenianischer Freund John Githongo mit großem Gepäck und vier klingelnden Handys bei ihr in London auftaucht wird schnell klar, daß in einem der wenigen Länder Afrikas mit einer Erfolgsgeschichte etwas schief gelaufen sein muß, denn Githongo war der Regierungsbeauftragte für Antikorruption in Kenia und suchte nun ein Versteck.
Zwei Jahre zuvor war der langjährige und unbeliebte Präsident Daniel arap Moi abgewählt worden. Eine Welle der Euphorie ging durchs Land und John Githongo wurde von der neuen Regierung zum »Antikorruptions-Zaren« ernannt, um die alten Verhältnisse aufzuarbeiten und darauf zu achten, daß sich solche politischen Verfehlungen nicht wiederholten. John Githongo merkte jedoch bald, daß die neue Administration sich fast identischer Techniken wie die alte bediente, um öffentliche Gelder in private Taschen umzuleiten. Statt jedoch mitzumachen, sammelte Githongo Beweise und Indizien, deckte einen großen Skandal auf, wurde entlassen, wieder eingesetzt und mußte schließlich um sein Leben fürchten.

Pressestimmen

»Michela Wrongs Buch liest sich wie ein Kriminalroman, aber was sie beschreibt ist keine Fiktion. Detailliert erläutert sie die langlebigen Verbindungen von Staatsmacht und Wirtschaftskriminalität.« (SWR)

»Ein anschauliches Soziogramm der kenianischen Gesellschaft und politischen Kultur« (Horand Knaup, SPIEGEL online)

»Wrongs Buch ist sehr gut geschrieben und von Anna Latz ausgezeichnet übersetzt. Es liest sich wie ein Kriminalroman und es mag einfachen, intelligenten Menschen in London, Berlin, Rom und Athen helfen, ihre gegenwärtige Situation zu begreifen: In ihrer gesellschaftstheoretischen Dimension unterscheidet sie sich nicht mehr grundlegend von der ihrer Mitmenschen in einigen Ländern des Nachbarkontinents« (junge welt)

»Ein unglaublicher Bericht, der sich liest wie eine Kreuzung aus Le Carré und Solschenizyn.« (The Guardian)