Critica Diabolis 189
Paperback, aus dem Amerikanischen von Carl-Ludwig Reichert
256 Seiten
18.- Euro
ISBN 978-3-89320-158-7
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Hunter S. Thompson gab im Laufe seines Lebens unzählige Interviews und kreierte dabei nichts geringeres als Gonzo. Das »Webster’s« lieferte folgende Definition: »bizarr, hemmungslos, bezeichnet besonders eine Form von subjektivem Journalismus.« Im irischen Slang in Boston bezeichnet Gonzo denjenigen, der nach einem Saufgelage als letzter aufrecht am Tresen steht. Gonzo war für Hunter S. Thompson, der in dieser Kampfsportart häufig genug als Sieger hervorgegangen war, genau der richtige Ausdruck, um gierig »wie ein ausgehungerter Hund« danach zu grapschen und »wegzurennen« (Ralph Steadman).
Hunter S. Thompson wollte seine Leser herausfordern, sie anstacheln zu was auch immer, er wollte sie infizieren, unbrauchbar machen für ein Amerika, wie es einem Nixon vorschwebte. Auf ein geschmäcklerisches Urteil aus der Distanz und einer sicheren Deckung heraus legte er keinen Wert. »Zu rauchen und zu trinken und grobe sprachliche Entgleisungen lauthals kundzutun«, schrieb er, »das ist nicht meine zweite Natur, sondern meine erste.«
Und das tat er auch.

Pressestimmen

»Thompson war einer der erbittertsten Kritiker des US-Establishment. Der Interview-Band offenbart die Seele eines Wütenden.« (Gentlemens Quaterly)

»Hier läuft er noch einmal zu großer Form auf, erklärt immer wieder seine Gonzo-Methode, immer etwas anders, schimpft und schneidet auf. Es ist die bekannte und liebenswerte verbale Kraftmeierei, der man zweierlei zumindest nicht vorwerfen kann – dass sie langweilig wäre.« (Frank Schäfer, taz)

»Eine gute Auswahl von Interviews, die Auskunft geben über die Vielschichtigkeit von Thompsons Denken.« (Frankfurter Allgemeine)

»Wenn die Gespräche eines beweisen, dann das: hinter dem grimmigen Humor verbarg sich nicht bloß ein durchgedrehter Freak, sondern ebenso ein hoffnungsloser Romantiker; jemand, der das Leben und die Gesellschaft ernst nahm, so ernst, daß er sich in seinen besten Momenten darüber schieflachen konnte.« (Michael Wildberg, Evolver-Netzzeitschrift)

»Motherfucker aufgepasst! Es gibt nichts, wozu Hunter nix zu sagen hätte. Und er tut es voll Würde, Witz und Spirit. Selbst der öde Proustfragebogen wird bei ihm zum Ereignis, wenn er uns gaffenden Adepten folgendes mitteilt: Größte historische Figur: de Sade. Größte Extravaganz: Geld, das er beim Geschlechtsverkehr ausgibt. Wann lügt er: Bei der Polizei. Das würde er gern innerhalb seiner Familie ändern: Seinen verdorbenen Sohn loswerden. Wie gedenkt er zu sterben: Explodieren. Wir wissen alle, er hat es geschafft zu explodieren, bzw. einen Teil von sich explodieren zu lassen.« (Frank Willmann, Weltexpress)

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