Critica Diabolis 157
Paperback, aus dem Englischen von Norbert Hofmann
224 Seiten
16.- Euro
ISBN 3-89320-122-X
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Mit dieser Sammlung von sieben Porträts außergewöhnlicher Forschungsreisender präsentiert John Keay eine Fortsetzung seiner Exzentrischen Reisenden. Diese wagemutigen und wunderbaren Wanderer – oft verlacht und verachtet, manchmal geschätzt und bewundert – blieben Außenseiter in der Welt der Entdecker und Forscher. Heute erinnern ihre Berichte an unglaubliche Reisen in damals unbekannte Gegenden. In dieser ganz subjektiven Auswahl des schottischen Historikers trifft man den Besessenen, der mit einem Kanu durch den Suezkanal paddelte, oder den Seemann, der versuchte, einmal um die Welt zu laufen. Der Leser kämpft sich mit einer jungen Dame aus dem viktorianischen England durch die Mangrovensümpfe Westafrikas und erlebt die Sahara mit den Augen eines traurigen Mädchens, das aus Liebe zur Spionin wurde.
Faszinierend ist die Geschichte eines gelehrten Entdeckers, den der Ehrgeiz in die tödlichen Weiten Australiens trieb, und mit ungläubigem Staunen verfolgt man die “Heldentaten” eines der größten Fabulierer unter den Reiseschriftstellern. Während die einen am Ende des 19. Jahrhunderts noch von der Entdeckung fremder Länder schwärmen, parodieren andere schon das Genre durch Erfindung und Übertreibung.

Pressestimmen

»Keay nähert sich dem komplizierten Leben seiner Kandidaten auf den Flügelschuhen der Vernunft. […] (Die) Porträts sind ausführlich, liebevoll-komisch und einfühlsam.« (Rheinischer Merkur)

»John Keay vermag wieder mit vergnüglichem Understatement, das Norbert Hoffmann elegant ins Deutsche übertragen hat, sowohl das Kopfschütteln über seine verrückten Helden auszulösen, wie er es leichtfüßig schafft, ihr Profil mit so viel Respekt zu zeichnen, dass man ihre Einzigartigkeit amüsiert bewundern muss.« (Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung)

»Der Engländer John Keay ist ein wunderbarer Erzähler und Norbert Hofmann ein ebenso guter Übersetzer. […] Neben den Biographien überzeugt das Buch vor allem dadurch, dass es immer wieder die Gattung des Reiseberichtes reflektiert.« (Deutschlandradio Kultur)

»Spannend erzählt bis zur letzten Seite. Für alle, die lieber im heimischen Sessel von fernen Ländern träumen.« (radioBerlin)

»Das Buch überzeugt gerade in den abstrahierenden Reflexionen zur Gattung des Reiseberichts zwischen Ethnographie, Fabulierkunst und vorauseilender Erfüllung exotischer Erwartungshaltungen, wobei einige Geschichten als “Kommentar zu dem Genre und seinem Niedergang am Ende des neunzehnten Jahrhunderts” gelesen werden können.« (FAZ)