Critica Diabolis 290
Mit einem Vorwort von Dietmar Dath
120 Seiten
14.- Euro
ISBN 978-3-89320-272-0
Bestellen

Wolfgang Pohrt hielt die beiden Vorträge 1989 und 1992, als sich die Grünen noch für Sirtaki und Kebab begeisterten und die Migranten als Bereicherung der Kultur im eigenen Land empfanden. Zur gleichen Zeit wurden aus dem linksalternativen Milieu immer wieder Stimmen laut, die behaupteten, dass die Türken da rausfielen, »weil wir die eh nie verstanden haben«. Schon damals machte sich die Linke Gedanken, wie man den »Zuzugstrom« in den Griff kriegen könnte, weil man nicht wollte, »daß die ganze BRD ein Industriegürtel à la Sao Paulo wird«. Dieses Phänomen versucht Pohrt vor dem Hintergrund der Bundesrepublik als einer »spätkapitalistischen, nach Einkommen-, Macht- und Statusgruppen segmentierten Industriegesellschaft« zu entschlüsseln.

Pohrt plädiert für offene Grenzen und ruft ins Bewusstsein, »daß die Zugehörigkeit zur bundesrepublikanischen Gesellschaft nicht auf den Banden des Blutes und der Scholle basiert, sondern auf erworbenen und daher von jedem erwerbbaren Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.«

Pressestimmen

»Es besteht wenig Anlass zur Sorge, die Pohrtschen Provokationen könnten allzu viel Verbreitung finden. Da hilft auch Dietmar Daths kluges Vorwort zu diesem Band wenig, auch wenn es lesenswert ist und zur Schärfe einige Passagen wichtige Hintergründe liefert. Empfehlen möchte ich die Pohrt-Lektüre unbedingt. Sie stimuliert die Hirntätigkeit.« (Gitta List, Schnüss)