Critica Diabolis 162
Paperback, herausgegeben von Greil Marcus, übersetzt von Astrid Tillmann, Peer Schmitt, Teja Schwaner u.a.
400 Seiten
vergriffen, keine Neuauflage
ISBN 3-89320-127-0
Bestellen

Lester Bangs ist eine, wenn nicht die Rock-Kritiker-Legende in Amerika. 1948 geboren starb er bereits mit 33 Jahren im Jahre 1982. In Californien aufgewachsen, ging er 1971 nach Detroit und arbeitete dort fünf Jahre als Redakteur bei der Musikzeitschrift Creem Magazine. In dieser Zeit entwickelte er seinen kritischen journalistisch aufrührerischen Stil, dem vor allem der Sound und die Sprache des Rock’n’Roll wichtig war. 1976 verließ er Creem und ging nach New York, um sich als freier Autor durchzuschlagen. Er gründete die Rockgruppe Lester Bangs & The Delinquents, schrieb die Texte, sang und spielte Harmonika. Da war er bereits in der Welt des Rock’n’Roll berühmt als Dope rauchender und exzessiv trinkender wilder Mann.
In seinen Reportagen, Kritiken, Glossen und Fragmenten entdeckt er in “Wild Thing” von den Troggs eine Art unkontrolliertes Lebensmanifest für die Zukunft. Er bewundert Richard Hell, analysiert den Mythos von Elvis, beschreibt sein schwieriges Verhältnis zu Lou Reed, begleitet die Clash auf Tour, schreibt über John Coltrane, Iggy Pop, Sham 69, John Lennon, PIL, Jethro Tull, Barry White u.a.

Pressestimmen

»Bangs war so etwas wie der unangeschnallte Gonzo-Autor des Musikjournalismus. Ein nicht zu bremsender, ebenso beherzter wie egomaner Haudrauf-Schreiber, dessen Einfluss auf den Musikjournalismus der achtziger Jahre ohne Beispiel ist. […] Das ist tatsächlich weitaus mehr Literatur als Musikjournalismus. Zumindest aber doch wohl: Rock ’n’ Roll.« (Eric Pfeil, FAZ)

»Ein kulturelles Ereignis … Mit dieser Textsammlung wurde eine der aufregendsten Stimmen in der modernen populären Kritik dem Vergessen entrissen.« (The New York Times Book Review)

»Wild, lustig und absolut unberechenbar … in Lesters Prosa pulsiert der Rhythmus des Rock‘ n‘Roll.« (Rolling Stone)

»So größenwahnsinnig, unflätig und zärtlich zugleich konnte es nur einer formulieren, und das war Lester Bangs« (Julian Weber, taz)

»Was nach 400 Seiten Lektüre bleibt, ist weniger eine Erkenntnis, als vielmehr der schale Geschmack in Bezug auf die heutige Musikkritik. Ihr fehlt in weiten Teilen, das was Bangs´ Arbeiten lesenswert, kurzweilig und amüsant machen. Ihnen fehlt der Mut zur Direktheit, die Individualität, die dosierte Unfairnis und die bedingungslose Liebe und Identifizierung mit dem Medium Rock and Roll.« (Uwe Roos)

»Atemlos hysterisch – grandios leidenschaftlich« (SPIEGEL online)