Critica Diabolis 152
Paperback, aus dem Englischen von Norbert Hofmann
304 Seiten
18.- Euro
ISBN 3-89320-117-3
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Roman Halter ist ein optimistischer und fröhlicher Schuljunge, als 1939 seine Familie und er hinter dem Wohnzimmervorhang die “volksdeutschen” Nachbarn beobachten, die in ihrer Kleinstadt im westlichen Polen die Ankunft der Hitler-Armee freudig mit Hakenkreuzfahnen begrüßen. Innerhalb weniger Tage wird das Haus der Familie beschlagnahmt, der 12-jährige Roman wird zum Sklaven des örtlichen SS-Kommandanten und muß heimlich mitansehen, wie seine jüdischen Klassenkameraden am Stadtrand von Soldaten mit Bajonetten ermordet werden. Und dann beginnt der Irrweg des Jungen – zuerst in das Ghetto von Lodz, dann nach Auschwitz und Stutthoff und von dort in das bombardierte Dresden – eine sechs Jahre andauernde unglaubliche Reise durch einige der finstersten Stätten des von den Nazis besetzten Europas.
Fast seine ganze Familie und die 800 Mitglieder der Gemeinde seiner Kindheit kommen um. Roman Halter erzählt diese unvergeßliche Geschichte mit einer Schlichtheit und Würde, die die außerordentlichen Umstände seines Leidens und Überlebens für sich selbst sprechen lassen.

Pressestimmen

»Roman Halter erzählt seine Geschichte in einfacher Art und Weise, ohne Zorn, als eine Mahnung, zu welcher Unmenschlichkeit der Mensch fähig ist.« (The Times)

»„Romans Reise durch die Nacht“ ist ein erschütternder Bericht – auch da, wo es um das „friedliche und glückliche“ Leben im Vorkriegspolen geht.« (Tagesspiegel)

»Ein mich vor allem durch seine Tapferkeit beeindruckender Bericht.« (Ambros Waibel, junge welt)

»Ganz gleich wie viele Erinnerungen es über den Holocaust gibt, die absurde Herausforderung des Lebens im Dritten Reich, wird zu Recht immer wieder neu beleuchtet. … Die Geschichte von Halters monatelangem Umherirren in Europa, die während des Rückzugs der Deutschen einsetzt, läßt den Leser nicht mehr los. Romans Lebensgeschichte ist packend geschrieben, voller Mitgefühl, und ein eindrucksvoller literarischer Beitrag im Schreiben über die Grenzen des Menschlichen.« (Observer)

»Besonders beunruhigend an Halters Lebensbericht ist die Art und Weise, wie das Böse in seinem Heimatort Einzug hielt. … Ein beeindruckendes Buch. … Auf dem verheerendsten Schlachtfeld des 20. Jahrhunderts hat Roman Halter in früher Jugend erstaunliche Überlebensstrategien entwickelt und unglaublichen Mut bewiesen. Halter erzählt die Geschichte seiner außergewöhnlichen Odyssee in klarer, beinahe nüchterner Prosa, ohne moralische Verbitterung oder den Wunsch nach Vergeltung.« (Scottish Sundy Herald)