Critica Diabolis 238
240 Seiten
18.- Euro
ISBN 978-3-89320-211-9
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Die 16-jährige Nancy fährt mit dem Citroën ihres Vaters nach Italien und nimmt unterwegs den 17-jährigen Sid mit. Beide sind von zu Hause weggelaufen. Sid ist ein etwas naiver Punk und Nancy eine verwöhnte Tochter aus gutem Hause, die von einer unbändigen Reiselust getrieben ist. Einer Zeitungsmeldung zufolge hinterlässt »das junge Paar in Luxushotels unbezahlte Rechnungen und bestohlene Hotelgäste«. Und weiter erfährt man: »Das Mädchen trat betont selbstbewusst auf und trug stets einen teuren Pelzmantel.« Klaus Bittermann hat die Zeitungsnotiz ausgeschnitten und über 35 Jahre lang aufbewahrt, um nun die Geschichte dazu zu erfinden.
Auf ihrer Reise durch Norditalien treffen Nancy und Sid auf üble, aber auch hilfsbereite und andere absonderliche Gestalten wie einen Bordellbesitzer auf der Flucht, den Bassisten der Clash, einen alten Spanien-Kämpfer und eine Ringerin aus Berlin. Aber irgendwann geht der kurze Sommer der Anarchie zu Ende. Die beiden verlieren sich. Für Sid beginnt die verzweifelte Suche nach Nancy, die ihn nach Barcelona und auf eine kleine griechische Insel verschlägt.

Pressestimmen

»Der Sommer der Anarchie, den sich Nancy und Sid mit dem Geld der von ihnen Enteigneten bescheren, dürfte für jeden, der einen rebellischen Funken im Herzen trägt, wundervoll anmuten. Es ist ein monatelanger Taumel, von Stadt zu Stadt. Die extremen Begleitumstände dieser Teenagerliebe lassen alles überdeutlich, überscharf und überaus vergänglich erscheinen …« (Carolin Courts, SWR 2)

»Ein charmanter Ausreißerroman, der vital, wehmütig und durchaus nostalgisch von einer flotten Selbstermächtigung zu einer Zeit erzählt, als die Welt nicht digitalisiert und echtes Verschwinden noch möglich war. […] Sid Schlebrowski ist reifer im Ton als „Tschick“. Es sind deshalb zwei unterschiedliche Sommerausreißerstories, aber beide literarisch auf höchstem Niveau.« (Ferdinand Quante, WDR 5)

»Dieses Buch fährt einem wie ein frischer Windhauch durch die Glieder.« (Susanne Lenz, Berliner Zeitung)

»Wegen Deinem Sid kann man heulen und sehr berührt sein. Hab´s endlich gelesen, Sids Schutzengel hatte hinter Braunschweig einen Baum auf die Oberleitung geworfen, Gott sei dank. Ich bin durch Dein Buch dran erinnert, wie schrecklich Liebe sein kann, jedenfalls im ersten Versuch, und nie wieder bekommt man es so schön schrecklich hin. Nichts weniger als das schaffen die beiden Kometen, von denen Du erzählst. Danke.« (Friedrich Küppersbusch)

»Dein schnoddrig-präziser Erzählstil, die beiden sehr plastischen und lebhaften Figuren, die vielen Punk- und Hochkulturverweise, der schöne Erzähleinfall mit dem Schutzengel. Und nicht zuletzt natürlich diese schönen Spagalozzi-Namen, die man alle gerne im Nachspann der Buchverfilmung durch Pierre Granier-Deferre oder Èdouard Molinaro oder meinetwegen Ari Kaurismäki sehen würde. Hut ab, schönes Buch!« (Oliver Maria Schmitt)

»Was Sid Schlebrowski besonders macht, ist – neben der klugen Komposition – die Sprache, die ihr Sujet nirgends in Stich lässt. Den Ton zu treffen, in dem man eine Geschichte erzählt – zumal eine, die nicht nur coming-of-age ist, sondern zugleich Rückschau dazu -, ist das Besondere: Es muss (selbst wenn alles erfunden und gelogen wäre, von Twain bis Herrndorf zusammengesponnen) ein O-Ton sein, darauf kommt es an. Auf das Echte. Und das hat Bittermann getroffen, bis mitten ins Herz der Enttäuschung… Kurzes Glück, kurze Anarchie: Dass es solche Sommer geben kann. Sie mögen kurz sein. Doch ohne sie wäre immer Winter« (Gitta List, Schnüss Bonn)

»Warum sollten wir Sid Schlebrowski lesen? Weil er eine Geschichte erzählt, die ein bisschen von Ferne an Herrndorfs „Tschick“ erinnert, aber ausgreifender ist, ausgreifender ist auch ins Leben, in die Kultur, in die Literatur, in die Musik, weil er sehr viel bietet auf schmalen 240 Seiten und ein großes Publikum finden sollte… Über alle Anspielungen hinaus und den Kulturhintergrund, mit dem Klaus Bittermann sehr souverän umgeht, ist das Buch auch noch spannend.« (Ulrich Sonnenschein, HR 2)

»Beeindruckend ist der leichte Sound der Story, die mit dem Drive eines Alfa Romeo daherkommt und gleichzeitig nostalgisch ist wie der Anblick eines rostigen Fiat Uno. Die Erzählung ist eine Liebeserklärung an die Liebe, an die Jugend, an die Musik des Punk, an die Literatur, an die Mode: Nancy und Sid hätten es verdient, zu einem Sommerhit zu werden.« (Jens Uthoff, taz)

»Ein anrührendes Jugendbuch.« (Christof Meueler, junge welt)

»Eine bewegende Sehnsuchtsgeschichte, ein zeitgenössisches Märchen mit realem Hintergrund… Mit dramaturgischer Raffinesse und trockenem Humor führt uns Bittermann zu Banditen, Punks und Revolutionären. Vor allem aber erzählt er uns eine berührende Liebesgeschichte. Sid, der Sohn eines geistig angezählten Boxers, und Nancy, die gebildete Tochter aus reichem Haus, gehen nicht wie brave Kinder mit dem ICE, sondern wie gute Gangster mit Porsche und Alfa Romeo auf Tour. Entsprechend ist das Tempo dieses skurrilen und spannenden Abenteuers.« (Joe Bauer, Stuttgarter Nachrichten)

»Ich habe Ihren Roman innerhalb weniger Abende verschlungen wie kein anderes Buch in letzter Zeit. Ich war zum Schluss fast etwas vor den Kopf gestoßen, wie es denn einfach so zu Ende gehen konnte, das hatte ich wirklich lange nicht mehr, das mich ein Buch so mitgenommen hat. Danke für diesen schönen Roman.« (Ein Leser aus Bayreuth)

»Ein rasantes, lesenswertes Roadmovie. […] Klaus Bittermann ist eine große Geschichte gelungen […] ein Tschick für kleine Punker.« (Dominik Bloedner, Badische Zeitung)

»Temporeiche und berührende Geschichte eines Roadtrips zweier Teenager.« (Lukas Latz, der Freitag)

»Wer nicht nur das verlegerische, sondern auch das literarische Schaffen Klaus Bittermanns verfolgt hat, durfte hoffen, dass dieser blitzgescheite Flaneur und Meister der kleinen Form einmal einen Roman schreiben würde; es ist ein leichter, komischer, wehmütiger, ein großer Roman geworden. Unter den vielen, vielen schönen Ausreißergeschichten von „Tom Sawyer“ bis „Tschick“ ist es eine der schönsten!« (Jess Jochimsen)

»Eine Reminiszenz an die achtziger Jahre, ein Ausreißer-und Gauner-Roman.« (Tomas Fitzel, Kulturradio RBB)

»Ein Hammerbuch, einfach wunderbar. Habe es in einem Rutsch durchgelesen und bin begeistert. ‚Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie‘ ist eine betörend zarte Geschichte, die lustig und traurig zugleich ist. Besser geht das nicht. Man könnte auch sagen: Eine der größten Ausreißergeschichten, die je geschrieben wurden.« (Günther Willen)

»Das perfekte Buch für einen langen und heißen Sommer, wenn schon keinen der Anarchie, dann zumindest den eines anarchischen Lesespaßes, in dem der eigene Geist wieder jung wird und sich ebenso wie die Protagonisten nach Unabhängigkeit und Freiheit sehnt.[…] Und über all dem schwebt das lateinische Palindrom vom „Hier und Jetzt“: In girum imus nocte et consumimur igni« (Jürgen Weber, versalia-Literaturportal)

»Ein wunderbar lustiger und trauriger Roman.« (Wolfgang Bortlik, 20 Minuten)

»Ich mag diese Ausreißergeschichte sehr, insbesondere, weil sie ja tatsächlich stattgefunden hat.« (Robert Seethaler)

»Das Buch durchzieht ein steter Hauch von Anarchie. Bittermann hat ein großes Herz für die Ausgestoßenen, Nicht-Angepassten, die Outlaws. Man wird ganz wehmütig.« (Frank Goosen, Blog)

»Sids kurzer Sommer mit Nancy, in dem die jungen Leute Freiheit, Abenteuer und Liebe erleben, gehört für mich mit zu den schönsten Leseüberraschungen des Jahres. Leichtfüßig, amüsant und herzerwärmend, dennoch an keiner Stelle kitschig, einfach wunderbar!« (Elvira Hanemann, Buchhandlung Thaer)

»Eine sehr vergnügliche, kurzweilige Lektüre.« (Harald Schwiers, Karlsruher Kurier)