Critica Diabolis 196
Klappenbroschur
192 Seiten
14.- Euro
ISBN 978-3-89320-165-5
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In seinem neuen Buch mit Sprachglossen geht Droste auf Entdeckungsreise zur Wortschatzinsel. Der Firma Schlecker bescheinigt er, dass ihr »ein A und ein r fehlen«, über ihren Werbeslogan »For you. Vor Ort« sagt er: »Dreimal ›or‹ in vier Silben, das klingt nach Mordor und den Orks.« Droste ließ einen »romantischen Fächeraufguss« über sich ergehen, stattete dem Kopf des Bundespräsidenten Wulff einen Besuch ab und hat diese psychedelischen Erlebnisse genauso überlebt wie das »Multitasking im Rollkofferkrieg«. Er drang in die »Schnitt-stellenkultur« ein und beschreibt das »Essen beim Betrachten von Frauen auf Laufbändern«. Warum tut der Mann das? Einer dieser grässlichen Sprachschützer ist er nicht, das steht fest.
»Sprichst du noch oder kommunizierst du schon?« ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Liebe und Schönheit in Sprache und Leben, gegen »i-Petting« mit »Benutzeroberflächen« und für den »Floralverkehr«.

Pressestimmen

»Droste ist einer der besten deutschen Prosa-Autoren im unterschätzten Genre der kurzen Form, und weit mehr als einer der orthographisch-grammatikalischen Wutbürger.« (Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung)

»Über vernetzungssüchtige Menschen, Worthülsen, Seifenblasenphrasen und die It-Krankheit Burnout lässt sich Wiglaf Droste in seinem neuen, wunderbar zynischen Werk aus. Trocken und lebensnah hinterfragt er die absurden Anekdoten und Paradoxien des Alltags« (stern)

»Droste ist ein beneidenswerter Stilist. Und es liegt an seinem verwunderten Spott, seiner Beobachtungsgabe und dem Hang zum Absurden, weshalb das Buch anderen humoristisch gemeinten Grammatikstunden überlegen ist, die es bisweilen auf Bestsellerlisten schaffen. Hier wird nicht nur geschulmeistert, hier wird entlarvt.« (David Hugendick, ZEIT-Online)

»Wiglaf Droste räumt wieder einmal im Sprachdschungel auf. Energisch, aber nicht oberlehrerhaft wie Bastian Sick weist er auf falschen Wortgebrauch hin. Demgegenüber sitzen seine Wortschöpfungen immer, etwa, wenn er den Sänger Herbert Grönemeyer als ›Ganzkörperverspannung‹ bezeichnet. Toll!« (SonntagsZeitung, Zürich)

»Wiglaf Droste ist vermutlich der versierteste und sicherlich der schärfste Autor von Glossen, Satiren und Polemiken hierzulande. Seine in unzähligen Publikationen erschienenen Einlassungen zur allgemeinen Sprachverrohung und alltäglichen Belästigung durch Dummschwätzer und Nervensägen von ihm selber vorgelesen zu bekommen ist ein Erlebnis der besonderen, ja einmaligen Art. Zum einen, weil Droste ein exzellenter Rezitator des eigenen Werks ist, zum Zweiten, weil seine Kurzprosa durchaus heranreicht an die eines Kurt Tucholsky und Karl Kraus, sprachlich wie inhaltlich.« (Karl Leitner, Donaukurier)

»Böse und scharf ist das, aber wieder so brillant formuliert, dass man es sich fast zu bequem macht im Unbequemen.« (Neue Presse, Hannover)

»Wiglaf Droste ist der Johnny Cash der deutschen Satire … Finster seine Ansichten, finster seine Prognosen, finster sein Blick … aber helle strahlen seine Werke.« (Coolibri)

»Dass es in der Kommunikation auch anders als ausschweifend und nervend geht, beweist der Autor in seinen selten mehr als anderthalb Seiten langen Glossen. Geistreiches bedarf nicht vieler Worte, vor allem nicht des modischen Neusprechs unserer Zeit. Sprichst du noch oder kommunizierst du schon? zeigt das überzeugend auf. Möge somit die Lektüre des Buches vor allem dies sein: erheiternd, unterhaltend, erhellend. Und meinetwegen auch nachhaltig.« (Herrenzimmer)