Critica Diabolis 198
Broschur, aus dem Englischen von Norbert Hofmann
192 Seiten
16.- Euro
ISBN 978-3-89320-167-9
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In Mexiko befinden sich die staatlichen Institutionen in Auflösung. Drogenkrieg, Korruption und ein gigantischer illegaler Geldfluß bringen ein ganzes System zum Kollabieren. Die Bevölkerung ist der Gewalt zwischen rivalisierenden Drogenkartellen, Polizei und paramilitärischen Organisationen hilflos ausgeliefert. Es handelt sich nicht um einen Krieg gegen die Drogen, wie die mexikanische Regierung Glauben machen will, sondern um die Neuaufteilung der Märkte, bei der der Staat mitmischt.
Gibler führte in vielen Landesteilen Mexikos Gespräche mit Journalisten und Opfern. Er enthüllt dabei das Innenleben einer Nation, die durch und durch korrupt ist. Ein Beitrag zur Debatte, dass der Drogenkrieg nicht gewonnen werden kann, so lange die Drogen nicht legalisiert werden.

Pressestimmen

»’Sterben in Mexiko’ ist nichts für Zartbesaitete, Gibler beschreibt die Brutalität der Narco-Kartelle genau und dennoch voller Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen. Er zeigt das Bild einer Gesellschaft voller Angst und mit wenig Optionen auf einen anderen Weg. Das klingt manchmal naiv. Doch es lässt den Leser nicht kalt.« (n-tv)

»Giblers Buch ist kein Insider-Bericht – er war kein Undercover-Agent oder Mitglied eines Kartells. Es ist eine mutige, detaillierte wie kohärente und Zusammengenhänge erläuternde Entlarvungsschrift, wie es sie im Vergleich bisher nur auf Mexikanisch in Auflagen von 500 bis 1.000 Exemplaren, geschrieben von im Exil lebenden oder unter Pseudonym publizierenden Autoren, an mexikanischen Kiosken und in verwegenen Antiquariaten unter der Hand zu kaufen gab und gibt. Sterben in Mexiko ist gleichwohl eine berechtigte Anklage gegen die offenbar vollkommen degenerierte politische Klasse Mexikos mit Verweis auf die der USA, und eine Denkschrift zur Legalisierung von Drogen.« (Tom Geddis, GeoWis Online-Magazin)

»Dem Autor gelingt es, Probleme anzusprechen, von denen das gesamte gesellschaftliche Leben in den Städten im Norden Mexikos gezeichnet ist.« (Wolf-Dieter Vogel, taz)

»Gibler ist kein Narco-Wallraff, er kann nicht allzu tief in den Alltag der Drogenkartelle eindringen. Aber was er kann, ist viel wichtiger. Er läßt uns einen Blick hinter die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenhänge werfen, erklärt, warum der Drogenkrieg seine Wurzeln im Rassismus hat, und macht klar, daß wir weniger ein Problem mit Mexiko haben, als Mexiko mit uns.« (Ulf Schleth, junge welt)

»Wenn man das Dickicht der Lügen und Verschleierungen, den hellen Wahnsinn, der Mexikos sogenannten Drogenkrieg umgibt, durchdringen will, dann kommt man um Sterben in Mexiko nicht herum. John Gibler berichtet aus Ciudad Juarez, Reynosa, Culiacan ­– die blutigsten Schlachtfelder in einem Fieber der Gewalt, das mehr als 38000 Tote hinterlassen hat. Aber er akzeptiert keinen der vorherrschenden Mythen – daß es sich um einen Krieg zwischen rivalisierenden kriminellen Unternehmungen oder zwischen einer kämpferischen Regierung und mehreren grausamen Gangs handelt, ja daß es überhaupt ein Krieg ist. Als Gegengift für Sensationsgier und Mythologisierungen, die den Diskurs beherrschen, ist Sterben in Mexiko eine fesselnde Lektüre und zugleich das klügste, vernünftigste Buch, das bisher auf englisch zu dem Thema geschrieben wurde.« (Ben Ehrenreich, Autor von The Suitors und Ether)

»Wenige haben den mexikanisch-amerikanischen Drogenkriegs mit solcher Anschaulichkeit und Klarheit analysiert wie John Gibler.« (Howard Campbell, University of Texas)