Critica Diabolis 165
Paperback
176 Seiten
14.- Euro
ISBN 978-3-89320-134-1
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Hans Zippert ist ein Mann, der es geschafft hat, nach oben, nach vorne, nach ganz links oben. Seit zehn Jahren schreibt er jeden Tag knapp 25 Zeilen und jeden Tag druckt die WELT sie tatsächlich ab. Auf der ersten Seite links oben unter dem Titel »Zippert Zappt«. Er hat über 3000 Kolumnen geschrieben, war niemals krank, hat niemals Urlaub gemacht und hatte nur Samstags frei. Ein schreckliches, ein trostloses Leben, das man sich lieber gar nicht ausmalen möchte. Hans Zippert tut es trotzdem. Er hat sich schonungslos mit seinem Schicksal auseinandergesetzt, er zieht Bilanz und blickt zurück und versucht sich und uns zu erklären, was eigentlich an Roland Pofalla so komisch und weshalb der Broccoli das intelligenteste Lebewesen ist. Er beschreibt Männer mit undichten Bremsbacken, Frauen, die sich mit Schuhen paaren und was Jesus mit hartgekochten Eiern zu tun hatte.
Außerdem erklärt er, woran man erkennen kann, dass man mit einem Pinguin verheiratet ist und wie man einen Tunnel von einer Garage unterscheidet. An diesem Buch hat Hans Zippert zehn Jahre gearbeitet, dafür ist es erfreulich dünn.
Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil schreibt in »Die geheimen Stunden der Nacht«:
»… Jeden Tag auf die Minute eine kleine Kolumne zu schreiben und dann mit gesenktem Kopf in einem ausgelichteten Wäldchen eine Dreiviertelstunde in der Pose des Grüblers spazierenzugehen, das hat was, er kann sich gut vorstellen, wie jemand durch unermüdliche Übung jetzt auf beinahe traumwandlerische Weise Tag für Tag diesen kurzen Humor-Ausstoß von fünfundzwanzig Zeilen produzieren kann und nach dieser heftigen, kleinen Ekstase dann einen Weile brauchen wird, die Leere in seinem Kopf zu bekämpfen.«

Pressestimmen

»Herr Zippert, Sie sind der Beste. Ich lese das wirklich mit großer Begeisterung, ich lese ansonsten Die Welt eigentlich überhaupt nicht. Ich glaube, das ist wohl ein bißchen das Schicksal der Welt, oder?« (Harald Schmidt, ARD)

»In dem krawallliberalen Käseblättchen, das aus unerfindlichen Gründen noch immer Die Welt heißt, ist Hans Zippert einsame Spitze. Das ist nicht einfach so dahingesagt, denn er steht wirklich ganz vorn, links oben auf Seite eins, und er steht da jeden Tag. Und jeden Tag, und das ist das eigentliche Wunder, fällt ihm etwas ein. Unvermeidlich kommentiert er das, was ist, und fast ebenso unvermeidlich sind es politische Kommentare, die hell über das malmende Ex-68er-Gedröhn weiter hinten hinwegklingen.« (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung)

»Von den starken ersten Sätzen bis zur nicht bemühten Pointe: Bei Zippert stimmt alles. Er ist auch dann noch geistreich, wenn er ins Blödeln gerät.« (Neue Luzerner Zeitung)

»Was ich am liebsten lese? Immer wieder den Herrn Zippert.« (Friedrich Nowottny)

»Wie macht er das? Und wie hält er das aus?« (Hellmuth Karasek)

»Jeden Tag? Das wäre mir zu täglich.« (Martin Mosebach)

»Was hast du denn gegen den Dalai Lama, Junge?« (Erika Zippert)