Critica Diabolis 279
Broschur
208 Seiten
16.- Euro
ISBN 978-3-89320-261-4
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Kommt er nun oder nicht? Seit Jahrzehnten geht immer mal wieder die Kunde durch die Hauptstadtpresse, der legendäre, mysteriöse, sagenumwobene Bezirk Wedding werde bald »kommen«. Bislang aber kommen nur schräge Gestalten hierher. Künstler, die tote Ratten in Gips gießen. Frauen, die ihr Schwein zum Halal-Grill ausführen. Hipster, die bei Vollmond Warzen besprechen. Lesbische Studentinnen, die im Spätkauf zur Geburtstagsparty laden. Rentner, die sich zum Saisonabschluss im Freibad heimlich zum Wasserrutschen verabreden. Und mitten drin ein vor dreißig Jahren hierher emigrierter Westfale, der sich von den libanesischhintergründigen Backshopverkäuferinnen als Schwabe beschimpfen lassen muss, als Packstation für seinen gesamten Häuserblock dient, staunend auf das treiben um ihn herum schaut und versucht, in dem ganzen Wahnsinn seine Kinder großzuziehen. Aber Leute wie er werden die Welt retten – versichern ihm zumindest die Alkoholiker im Supermarkt.

Pressestimmen

»Werning ist seit vielen Jahren der inoffizielle Chronist des Wedding. Seine Abenteuer und Schnurren haben den Vorzug, dass sie ausnehmend komisch erzählt sind. Wir müssen dankbar sein dafür, dass er noch nicht mit irgendeinem Literaturpreis entehrt wurde.« (Thomas Blum, Neues Deutschland)

»Wernings Storys sind typische Lesebühnen-Texte, unangestrengt und immer unterhaltsam. Der Autor besitzt überdies die seltene Gabe der Selbstironie. Er selbst bezeichnet sich als „leidenschaftlichen Revitalisierer des literarischen Großgenres Erlebnisaufsatz. Dass andere ihn für einen „irren Freak“ halten, der „eklige Kröten züchte“, störe ihn nicht.« (Walter Gödden, Westfalenspiegel)

»Der Wedding-Versteher Werning schreibt humor- und verständnisvoll über seine bisweilen etwas skurrilen Mitbürger*innen, ganz egal, ob das nun ein Mann ist, der im Hinterhof eine tote Ratte aus der Froschperspektive fotografiert, ein DHL-Bote mit Rattenphobie oder eine vollverschleierte Frau, für die er ein Paket angenommen hat, sodass sie nicht in das ‘von Allah verfluchte Postamt Müllerstraße’ muss, wo sie ‘ganz gewiss nicht den Märtyrertod sterben’ will – als Dank spendiert sie ihm eine Schachtel Schokoladen-Herzen.« (Holger Moos, Goethe-Institut-Blog)

»Es ist ein wirklich beruhigendes Gefühl, den Wedding und seine Geschichten bei Heiko Werning in guten Händen zu wissen.« (Horst Evers)

»Ach, glücklich der Kiez, der einem Chronisten eine Heimstatt bietet wie diesem mit allen Wassern der literarischen Satire gewaschenen Menschenfreund.« (Jess Jochimsen)

»Als jemand, der selbst beruflich Humor produziert, lacht man bei anderen Autoren nur, wenn es nicht anders geht. Bei Heiko Werning geht es nicht anders. Das ist so witzig und genau beobachtet, dass man es gerne selbst geschrieben hätte.« (Frank Goosen)