Critica Diabolis 253
Hardcover
312 Seiten
22.- Euro
ISBN 978-3-89320-231-7
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In einem Rundumschlag kommentiert Wolfgang Pohrt brillant die Angst der Kommunisten vor dem Crash. Die Linken klagen den Kapitalismus auf moralische Weise an, in Wirklichkeit jedoch wollen sie ihn retten, dabei ist er auf ihre Hilfe gar nicht angewiesen, denn der Kapitalismus ist ein System, das sich ständig neu erfindet und das aus jeder Krise neu und gestärkt hervorgeht.

Pressestimmen

»Pohrt erklärt, warum jahrelange Marx-Exegese sicher keine Revolutionäre hervorbringen und dass der Kapitalismus trotz Krisengeraunes der Marxologen so schnell nicht verschwinden wird, weil er zwar eine Dauerkatastrophe ist, die aber dem Wesen des Menschen entgegen kommt, auch wenn ihm das Kapitalverhältnis wie eine undurchschaute zweite Natur gegenübertritt.« (Ulrich Gutmair, taz)

»Was ist los? Wolfgang Pohrt, dieser rücksichtslose und im linken Milieu berüchtigte Publizist kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben. Mit seinem Urteil über die Aussichtslosigkeit des Sozialismus und über die Vitalität des Kapitals hat er jedenfalls recht behalten, auch wenn niemand das hören will. Das Kapital, zwei Bände, fast 3ooo Seiten, verdanken wir ‘der Tatsache, daß es, anders als erhofft, zum Kapitalismus keine Alternative gab. Andersfalls wäre Marx wohl Revolutionär geworden. Und Revolutionäre haben andere Sorgen, als furchtbar dicke Bücher zu schreiben oder auch nur zu lesen’.« (Hans Magnus Enzensberger)

»Mehr als 40 Jahre lang hat Pohrt die deutsche Gesellschaft seziert. Nicht den Beifall von der falschen Seite fürchtete er, sondern Beifall überhaupt. Ein Denker, ein Solitär, ein Querulant – und ein glänzender Stilist, der Sätze schrieb, die tiefer gingen als bis ins Mark. Dabei stets souverän, nie verbohrt. Sein Verleger, Klaus Bittermann, hat beschlossen, Pohrts gesammelte Reden und Schriften in einer Werkausgabe neu herauszubringen. Wer Angst um sein Weltbild hat, sollte die Finger davon lassen.« (Malte Lehming, Tagesspiegel)

»Selbst wenn man den Diagnosen des Wolfgang Pohrt nicht folgen mag, stehen allein in diesem Band Sätze, die man in Stein meißeln möchte… Wie bräuchten zwei, drei, viele Pohrts.« (Rudolf Görtler, Fränkischer Tag)

»Wenngleich Pohrt hier zum wiederholten Mal auf die Irrtümer und Fehlleistungen der Linken eindrischt, darf man seine vergnüglich zu lesende Analyse und Polemik, seinen Abgesang auf die Linke und deren Schwärmereien, nicht verwechseln mit der billigen Mischung aus Boulevardjournalismus, Verschwörungstheorie und Vollpropaganda, mit der dubiose Figuren vom Schlag des »Spiegel«-Journalisten Jan Fleischhauer […] seit Jahren erfolgreich hausieren gehen. Pohrt hat Marx und Adorno gelesen und verstanden, und es ist ihm gelungen, kein Reklame für die Deutschland-AG treibender Medienclown oder Gesundbeter der Herrschaftsverhältnisse zu werden. Stattdessen ist ein gründlich desillusionierter älterer Herr aus ihm geworden, eine Art Hobby-Schopenhauer unserer Zeit, der schulterzuckend und gelangweilt den Turnübungen der Linken zusieht.« (Thomas Blum, Neues Deutschland)

»Keiner erfasste die Wendungen jener Protestbewegung – deren Exponenten und Nacheiferer heute den Ton angeben – vom selbstgefälligen Pazifismus bis zum angebräunten Ökologismus so scharf wie Pohrt. Dass ihm dabei die Hoffnung auf Kommunismus und Revolution abhanden kam, verwundert kaum. Ein vergrätzter ­Eiferer ist Pohrt aber gerade nicht geworden.[…] Wer bittere Wahrheit in heiterem, lakonischen Ton vertragen kann, sollte sich auch die anderen Bände der Werkausgabe zulegen« (Uli Krug, Jungle World)

»Pohrts Buch ist der Versuch, die Erfahrung der gescheiterten Revolte von 1968 zu verarbeiten. Und zwar inklusive der eigenen Irrtümer und nicht ohne Sympathie für die damaligen Illusionen; das hebt den Text wohltuend ab von den üblichen Texten der „Alt-Achtundsechziger“« (Karl-Ernst Lohmann, der Freitag)