Critica Diabolis 299
Paperback
282 Seiten
20.- Euro
ISBN 978-3-89320-282-9
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Das jüngste Rumoren des Kleinbürgertums, die Spannung zwischen dem Viertel, das den Weg der Faschisierung eingeschlagen hat, und dem anderen Viertel, das die Grünen zur Regierungspartei machten will, die erneute Transformation dieser Klasse, die nicht eine ist, die postcoronale Sehnsucht nach verlässlicher Normalität und Bescheidenheit – all das ist Anlass, nach der politischen, ökonomischen und kulturellen Funktion von uns Kleinbürgern zu fragen (denn natürlich ist das auch unsere, der Autoren Klasse oder Nicht-Klasse). Was unterscheidet die verschiedenen Varianten, von seiner Geburt am Beginn von Urbanisierung und Industrialisierung bis ins Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Privatisierung? Welche Rolle spielt das Kleinbürgertum im Zusammenspiel (und der Dissonanz) von Kapitalismus und Demokratie? Was heißt in diesem Spiel einer Vermittlung zwischen Kapital und Arbeit Krise? Und was bedeutet der kommende Zusammenschluss der linksliberal-ökologischen und der konservativ-bürgerlichen Segmente zu einer Regierung der allerneuesten Mitte?

Pressestimmen

»Eine fulminante Kultur- und Mentalitäts- und Politikgeschichte, die über jeden Wahltag hinaus Gültigkeit und Schärfe bewahrt. Kleinbürger begreifen die beiden Autoren als untote Wanderer zwischen Kapital und Arbeit. Wie es scheint, steckt der Kapitalismus wieder einmal in einer fundamentalen Krise, aber es wird nach ihrer Einschätzung (wieder) folgendermaßen kommen: ‘Das Kleinbürgertum rettet den Kapitalismus, weil es sich vom Kapitalismus die Rettung des kleinbürgerlichen Subjekts erhofft.’« (Alf Mayer, CulturMag)

»Seeßlen und Metz liefern en passent eine veritable Beschreibung der zwischen Konservativen und Grünen geschlossenen politischen Kohabitation, die ätzender und analytisch begründeter kaum sein könnte.« (Alfred Noll, Tagebuch)

»Zusammen mit Markus Metz fragt Seeßlen, in welche Richtung sich das Kleinbürgertum entwickeln wird. So lasse es stets eine ‘soziale Schlacke’ zurück, die von der rasanten Entwicklung schlicht ‘abgehängt’ würde: Nicht alle Kleinbürger sind Öko-Hipster oder Turbokapitalisten. Früher konnten sich die Abgehängten noch in den Konservatismus retten, doch in der neoliberalen Ära hat auch dieser auf Schnelligkeit und Flexibilität umgeschaltet. Seeßlen sieht hierin eine Keimzelle des Faschismus.« (Dorian Baganz, der Freitag)