Critica Diabolis 170
Paperback
176 Seiten
14.- Euro
ISBN 978-3-89320-147-1
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Christian Y. Schmidt führt das interessanteste Leben der Welt. Er war Bundeswehrsoldat, linker Terrorist, Graffiti-Sprayer, Maoist, Reiseleiter, Filmregisseur, Nazidarsteller sowie Titanic-Redakteur und hat mit den weltweit bestaussehenden Frauen geschlafen. Er kannte und kennt die wichtigsten Prominenten auf der Erde, traf Joseph Beuys, Wienerwaldkönig Friedrich Jahn und leider auch Martin Walser; bereits als Zweijähriger hat er dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss die Hand geschüttelt. Er machte Karl Eduard von Schnitzler (»Der schwarze Kanal«) zum Titanic-Kolumnisten, erfand das TV-Format Big Brother und hat für Thomas Gottschalk und Verona Feldbusch gearbeitet. Er lebte oder lebt in Bielefeld, Peking, Hongkong, Berlin und Singapur, je nachdem, wonach ihm gerade ist. Er durchquerte die Taklamakan-Wüste in einer Nacht und bereiste die vier wichtigsten Kontinente.
Er war auf dem Mount Everest, zu Gast bei den Polisario-Rebellen in der Westsahara und für fünf Minuten ohne Visum in Nordkorea. Außerdem isst er alles, was man ihm vorsetzt.
Bisher hat Schmidt das Licht der Öffentlichkeit gescheut und praktisch nie über sein spektakuläres Leben geredet. Jetzt bricht er sein Schweigen. In »Zum ersten Mal tot« berichtet er darüber, wie aus ihm die interessante Persönlichkeit wurde, die er ist. Das heißt, er berichtet über seine ersten Male: Die allererste Idee, das erste Mal auf Drogen, die erste Arbeit, der erste Sex, das erste Mal als Comedysklave, das erste Mal in einer Anstalt, das erste Mal wieder draußen, das erste Mal gestorben. Ist das Buch zu Ende, weiß man alles, was man als gebildeter Mensch über Schmidt wissen sollte. Und vielleicht sogar ein bisschen mehr über sich selbst.

Pressestimmen

»Wer sprachliche Exaktheit und gewandte Formulierungen schätzt, wird an Christian Y. Schmidts Buch „Zum ersten Mal tot“ seine Freude haben.« (Max Beck, literaturkritik.de)

»’Zum ersten Mal tot’ ist eine schamlos verlogene Autobiographie, wie man das von einem ehemaligen Führungsoffizier des Frankfurter Satireblatts „Titanic“ erwarten darf. Weil Schmidt nicht nur ein brillanter Stilist ist, sondern zudem wissenschaftlicher Avantgardist, hat er seine Confessiones nicht einfach tumb à la Grass heruntergeschrieben, sondern aus ihnen ein Standardwerk der Erste-Mal-Forschung gemacht…. Doch liegt der Hauptreiz des Buches darin, uns allen bekannte Verfallsmuster wie den lebensruinierenden Ausgehzwang oder eingebildete Hirntumore endlich auf den Begriff zu bringen – und das zum ersten Mal so phantastisch lustig.« (FAZ)

»Man erwarte sich von der Lektüre kein brüllendes Gelächter, sondern leise schmunzelnde, manchmal aber auch seufzende Zustimmung.« (Nürnberger Zeitung)

»18 angenehm leichte und dynamische Kapitel, die einem auch nicht mehr über das Leben beibringen, als eine Günter-Grass-Biografie.« (Subway-Magazin)

»[Ein] selten ehrliches Buch. Was nicht heißt, daß jedes beschriebene Detail genauso passiert sein muß, sondern daß Schmidt sehr gut ohne Eigenlob, Selbstkasteiung und falsche Bescheidenheit auskommt. Statt dessen vollzieht er die Motivation seines jüngeren Ichs plausibel nach, um sie im Rückblick treffend zu kommentieren und oft genug über sich selbst zu lachen. Kurz, dieses Buch hat alles, was man auf langen Zugfahrten oder an verregneten Sonntagen braucht, um gute Laune zu behalten.« (Franziska Lüdtke, junge welt)