Wiglaf Droste war ein Meister der kurzen Form, die ihm die Möglichkeit gab, auf wenig Platz pointiert vom Glanz und Elend des Alltagslebens zu berichten, denn der Mitmensch war ihm ebenso Gräuel wie häufig auch ein Grund zur Freude, wenn er auf seinen ausgiebigen Lesereisen unterwegs war. Dabei zeigte er sich als genauer Beobachter, wenn er zehn gutgelaunte und lärmige Frauen eines Kegelvereins beschreibt, die sich »Fire Girls« nennen und fröhlich durcheinanderschnattern, Flachmänner zücken und auf Ex trinken, bevor sie wieder in ihr Leben mit Mann und Kindern eintauchen und sich traurig voneinander verabschieden. Oder wenn er vom Heilfasten, von Problemzonen und der Entschlackungskur seiner Vermieterin berichtet, und wie er mit einem Kaninchen in Rotwein-Soße im Römertopf dagegen anzusteuern versucht. Es sind lustige kleine Vignetten. Von Wiglaf Droste aufgeschrieben, entfaltet sich die ganze menschliche Komödie, die Abgründe genauso wie die Reize des Lebens. Hier nun eine Auswahl seiner Kurzgeschichten.
»Wiglaf Droste ist der Tucholsky von heute.« (Willi Winkler)
»Droste beglückt mit funkelnder Intelligenz und Sprachreichtum.« (Berliner Morgenpost)
»Wer hätte das gedacht, dass Wiglaf Droste so charmant sein kann.« (Kieler Nachrichten)