»So wahr es ist, dass man den Antisemitismus nur aus unserer Gesellschaft heraus verstehen kann, so wahr scheint mir zu werden, dass heute die Gesellschaft selbst nur durch den Antisemitismus richtig verstanden werden kann.« Max Horkheimer
Viele der Akteure haben wie selbstverständlich antisemitische Stereotypen und Denkmuster in ihrem Repertoire. Ein besonders eklatantes Beispiel ist Ramón Grosfoguel, emeritierter Professor für Ethnic Studies an der University of California, der in erlösungsantisemitischer Manier davon ausgeht, dass ein Sieg der Hamas über den jüdischen Staat »die Menschheit auf eine höhere Bewusstseinsebene führen« werde.
»Vielleicht muss man sich aus einer traditionellen Ordnung herausgearbeitet haben, um Annahmen von der Art zurückzuweisen, dass eine Inderin ›verwestlicht‹ sei, wenn sie die universale Ratio für sich in Anspruch nimmt.« (Monika Albrecht, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Lassen Sie mich durch, ich bin Psychotherapeut. Wie der Therapieplatz hat auch die »professionelle Hilfe« oder genauer, der Ratschlag, sich nicht zu scheuen, eine solche in Anspruch zu nehmen, eine steile Karriere seit den 1980er Jahren hingelegt. Peter Schneider plädiert für einen klaren Blick auf die Veränderungen, die in der Psychotherapie zu beobachten sind.
»Russell versteht es, Debord in der Geschichte des kritischen Denkens richtig einzuordnen, indem er dessen Weiterentwicklung der Hegelschen Philosophie herausstellt. Unter Verwendung von bisher unveröffentlichtem Material aus dem Debord-Archiv verweist Russell auf Debords Konzept des Spektakels als kritische Gesellschaftstheorie.« (Anselm Jappe, Professor für Philosophie und Verfasser der Monographie »Debord«)
Ist der Vorwurf des Genozids an den Palästinensern berechtigt oder Propaganda? Ist der Boykott aller Israelis legitimer Widerstand oder Antisemitismus? Und warum wird die Hamas so behandelt, als wäre sie eine Widerstandsbewegung?
Unkonventionelle und erhellende Beiträge zu einer finsteren Debatte.
Warum wurde der Holocaust erst vergleichsweise spät, seit den Siebzigern, als »Hauptereignis des Nationalsozialismus« (Claude Lanzmann) begriffen? Weshalb schwindet dieses Wissen seit einigen Jahren wieder? Was sind die Bedingungen von Erkenntnis über den Holocaust und der Erinnerung daran?
Ein Reader zum 80. Geburtstag Wolfgang Pohrts am 5. Mai 2025
(und zum 206. Geburtstag von Karl Marx) ruft dieses Buch noch einmal in Erinnerung, dass es einmal jemanden gab, dessen Gesellschaftskritik auf der Höhe seiner Zeit war, und immer noch gelesen werden sollte, wenn man die noch junge Vergangenheit begreifen will, um einschätzen zu können, was noch alles auf einen zukommt.
»Hughes liefert nicht nur eine klare und vernichtende Kritik des typisch amerikanischen Hautfarbenspiels, das uns in so vieler Hinsicht schadet, sondern auch eine verlockende Vision dessen, was wir gemeinsam erreichen könnten, wenn wir endlich aufhörten, dieses Spiel zu spielen.« (Thomas Chatterton Williams, Autor von »Selbstporträt in Schwarz und Weiß«)