Edition Tiamat
Gerber, Jan

Fluchtpunkt Entebbe

Der linke Terrorismus und Israel

Fluchtpunkt Entebbe
Critica Diabolis 349
Paperback
160 Seiten
20.- Euro
ISBN 978-3-89320-338-3
Erscheint: 04.05.2026
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Im Juni 1976 entführte ein deutsch-palästinensisches Terrorkommando eine Passagiermaschine, die von Tel Aviv nach Paris unterwegs war. Sie wurde nach Entebbe in Uganda umgeleitet. Im Verlauf der Entführung trennten die Geiselnehmer – Mitglieder der Revolutionären Zellen und der Volksfront zur Befreiung Palästinas – jüdische von nichtjüdischen Passagieren. Als Geiseln behielten sie ausschließlich Juden. Damit tauschte das Kommando »sozialrevolutionäre Maßstäbe gegen die der Sippenhaft« ein, wie eine selbstkritische Gruppe der Revolutionären Zellen später schrieb. Zeitgenössische linke Kritik, die über die allgemeine Verurteilung von Flugzeugentführungen hinausging, blieb jedoch aus. Für Empörung sorgte vor allem die israelische Befreiung der Geiseln. In der Entführung nach Entebbe kulminierte einmal mehr die antizionistische Verbalmilitanz, die von der Protestbewegung seit 1967 gepflegt wurde. Zugleich gehört sie zur Vorgeschichte der Begeisterung, mit der ein nicht geringer Teil der globalen Linken auf das antisemitische Massaker vom 7. Oktober 2023 reagierte.


Pressestimmen

»Warum wurde ausgerechnet ein Jude ein Opfer der RZ: Kam dieser Besonderheit eine Relevanz zu oder handelte es sich nur um einen Zufall? Eine Antwort kann nach bisherigen Kenntnissen nicht gegeben werden, indessen handelt es sich schon um eine erklärungsbedürftige Tatsache. Bilanzierend betrachtet veranschaulicht Gerber gut die problematische Seite, welche mit dem offen propagierten „Antizionismus“ der Linksterroristen einherging.« (Armin Pfahl-Traughber, hagalil)

»Das Buch ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil es eben die Revolutionären Zellen (RZ) ins Visier nimmt, die durch die mediale Konzentration auf die RAF und ihre Stars Baader, Meinhof, Ensslin und Mahler und auf die ›Bewegung 2. Juni‹ mit dem mörderisch-antisemitischen ›Polit-Clown‹ Kunzelmann an der Spitze bislang zu wenig Aufmerksamkeit erfuhren.« (Alan Posener, Starke Meinungen - Blog)

Verlagsvorschau Herbst 2026

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