Edition Tiamat
Bittermann, Klaus

Sehnsucht nach dem Untergang

Über die wahnhafte Entwirklichung der Wirklichkeit. Ein Psychogramm des rechten Wählers

Sehnsucht nach dem Untergang
Critica Diabolis 358
112 Seiten
20.- Euro
ISBN 978-3-89320-348-2
Erscheint: 12.10.2026
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Jenseits der offensichtlichen Tatsache, dass die AfD wegen ihrer Homophobie, Ausländerfeindlichkeit, ihrer völkischen und nationalistischen Einstellung gewählt wird, gibt es ein irrationales Moment im Verhalten des Wählers, das häufig mit Protest verwechselt wird, aber darauf abzielt, die parlamentarische Demokratie abzuschaffen, von dem die Wähler zum großen Teil profitiert haben. Die AfD steht für eine Abschaffung demokratischer Errungenschaften, für eine Kleptokratie und für ein völkisches Gemeinwesen, sie ist also ein vollkommener Anachronismus in Zeiten des entgrenzten Neoliberalismus. Was aber bringt den sogenannten mündigen Wähler dazu, gegen die eigenen Interessen zu handeln?

Eine polemische und ernsthafte Analyse des Wählervolks, das in Verfassungsfeinden und Rechtsextremen seine Hoffnung und Erlösung sucht und zielstrebig daran arbeitet, das Land zu demolieren. Die Wähler sehen in der AfD den Vollstrecker ihrer ressentimentgeladenen Rache für vermeintliche Benachteiligung, für ihre Lust am Untergang, für die Entwirklichung der Wirklichkeit. Sie wollen keine politische Veränderung, sie wollen Chaos, um sich für alles zu rächen, was sie als persönliche Kränkung empfinden. Die AfD zu wählen zeugt von der Zurückgebliebenheit eines Bewusstseins, das in der Abschaffung der letzten demokratischen Strukturen seine Befriedigung findet.


Pressestimmen

»Ich habe das Buch ›Sehnsucht nach dem Untergang‹ in einem Rutsch durchgelesen - es ist eine Wucht und endlich mal jemand, der sich genau meinen Fragen, die in meinem Kopf kreisen, widmet. Inhaltlich bietet das Buch eine unfassbar gute Grundlage, das Thema zu behandeln. Ich selbst bilde Fachkräfte im Sozialwesen und der Eingliederungshilfe aus nund stelle vermehrt fest, dass auch dort sich genau diese Tendenzen wiederfinden und reflektiert werden müssen, insbesondere das Thema Antisemtismus.« (Andrew Quarterman, Leser)

»Das Selber-Denken exotisch geworden ist. Doch es gibt auch Ausnahmen. Eine davon ist dieser gut geschriebene Essay, der sich nicht um den ständig geforderten Kompromiss mit Leuten bemüht, die dafür nur Verachtung übrig haben, sondern eine klare, aufrechte Haltung zeigt, welche die Politik der Rechten und ihrer Wähler zu sabotieren sich vorgenommen hat.« (Hans Durrer, Blog)

Verlagsvorschau Herbst 2026

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