Edition Tiamat
Schuberth, Richard

Vom Antisemitismus, der keiner sein will

Vom Antisemitismus, der keiner sein will
Critica Diabolis 350
Paperback
312 Seiten
26.- Euro
ISBN 978-3-89320-339-0
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Immer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung. In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand. Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinensern? Diesen Fragen geht Schuberth nach.


Pressestimmen

»Richard Schuberth, der sachkundig und sprachmächtig wie kaum ein anderer seit Jahren über Israel und Palästina schreibt und gegen Falschmeldungen aller politischen Bastionen anschreibt …« (Karl-Markus Gauß)

»Wann wird ›Israel-Kritik‹ zur antisemitischen Obsession? Das aktuelle Buch von Richard Schuberth präsentiert erschütternde Belege und findet Antworten, die vielen kaum gefallen dürften. ... diesem Buch sind viele Leser und Leserinnen zu wünschen. Ist es doch eher die deprimierende Wahrheit, dass gerade diejenigen, die es anginge, Richard Schuberths ebenso profunde wie skrupulöse Überlegungen wohl noch nicht einmal zur Kenntnis nehmen werden.« (Marko Martin, Deutschlandfunk)

»Richard Schuberth gelingt es auf beeindruckende Weise den aktuellen Judenhass zu sezieren. Statt einer bloßen Aneinanderreihung von Fakten und politischen Analysen (die natürlich ebenfalls wertvoll und wichtig sind) bekommt man eine essayistische, literarisch herausragende Auseinandersetzung mit dem um sich greifenden Wahn. Beim Lesen fühlte ich mich immer wieder an Wolfgang Pohrts treffender Kritik der deutschen Friedensbewegung erinnert. Wie Pohrt geht auch Richard Schuberth, bei aller notwendigen polemischer Zuspitzung, nie die Empathie für die Opfer der herrschenden Verhältnisse verloren.« (Stefan Dietl)

»Richard Schuberth hat die modernen Manifestationen des Antisemitismus nicht nur scharf und schonungslos analysiert und präzise in seiner historischen Dimension verortet, sondern er hat auch das Kunststück zuwege gebracht, diese höchst unerfreuliche Problematik mit lustvoller Polemik unterhaltsam aufzubereiten. Mit feinem Sprachgefühl besonders hinreißend interpretiert: Hans-›antikolonialistische‹ Verbrüderungsszene im Irish Pub. Großes politisches Kabarett!« (Richard Weihs)

Verlagsvorschau Herbst 2026

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